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Verhandlungen der vierten Versammlung Schweizerischer Forstwirthe in Zürich im Monat Juni 1847
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Gebirge, in rauher, erponirter Lage, besonders an mittäg-lichen, der Einwirkung der Sonne stark ausgesetzten Abhän-gen, überhaupt an Orten, wo der Anbau schwierig ist, sindKahlschlüge wohl nicht zulässig. Die Folgen des kahlen Ab-triebs an solchen Orten sind bekannt, und ebenso die Schwie-rigkeiten, womit eine allfällige Kultur da zu kämpfen hat.Hier ist also die natürliche Verjüngung zweifelsohne vorzu-ziehen. Auch iu Ebenen und an sanften Abhängen kann dergleiche Fall eintreten. Ucbcrhaupt kann man annehmen, daßdie natürliche Verjüngung überall, wo nicht eine andereBetriebsweise oder eine andere Holzart eingeführt werdensoll, anwendbar sei. Denn, wenn auch der Boden nichtüberall gehörig bestockt werden sollte, so läßt sich durch Aus-pflanzung stets nachhelfen.

Hieraus geht also hervor, daß es Fälle geben kann, woeine natürliche Verjüngung nicht möglich ist, und folglich derAnbau an deren Stelle treten muß. Allein es entsteht dieweitere, hierorts die Hauptfrage, ob nicht auch in andernFällen, ungeachtet der Anwendbarkeit der natürlichen Ver-jüngung, der kahle Abtrieb vorzuziehen sei?

Da, wo die natürliche Verjüngung vermöge der Stand-ortsverhältnisse nicht unbedingt geboten ist, kann der kahleAbtrieb stattfinden. Da hingegen, wo der Boden zur land-wirthschaftlichen Benutzung geeignet ist, und das znr Agri-kultur bestimmte Land nicht im gehörigere Verhältnisse zu denBedürfnissen des Landes steht, da sollte er stattfinden.Und da Letzteres in der Schweiz fast überall der Fall ist,so dürfte viese Regel als eine allgemeine gelten. Im Kan-ton Solothurn findet sie schon vielfach Anwendung, beson-ders in Gemeinden, welche kein oder nur wenig Allmend-land besitzen. Im Anfang hielt es allerdings schwer, dieLeute zur Rodung des Bodens, gegen Ueberlassung desselbenzn zwei- oder dreijähriger Benutzung, zu vermögen. Alleinkaum hatten sie die Vortheile dieses Verfahrens gekostet, sobedurfte es von Seite der Forstbeamten keiner Bemühungenmehr, um dasselbe den Leuten beliebt zu machen. Die rei