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Der Kaiser Ferdinand und der Herzog von Friedland während des Winters 1633-1634 : nach handschriftlichen Quellen des Königlich-Sächsischen Haupt-Staat-Archivs und mit kritischer Berücksichtigung der gedruckten Berichte dargestellt / von Karl Gustav Helbig
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'er schlestsche Feldzug des Herzogs von Friedland imJahre 1633 hatte den wohl berechtigten Erwartungen desKaisers Ferdinand nicht entsprochen. Der Herzog warnach den böhmischen Winterquartieren, die er in Folge derNiederlage bei Lützen bezogen, mit einem wohl ausgerüste-ten Heere auf dem Kriegsschauplatz in Schlesien aufgetretenund hatte, statt die schwächeren Feinde sofort aus Schlesienzu treiben und Sachsen und Brandenburg zu bedrängen,mit Arnim, dem kursächstschen Generalleutnant Unterhand-lungen eingeleitet, welche dem Kaiser bedenklich erscheinenmußten'). Zwar brach er diese im September plötzlich abund zeigte durch die Ueberrumpelung der Schweden beiSteinau an der Oder den 1t. (1.) Oktober, sowie durchein rasches Vorrücken durch die Lausitzen in daö Branden-burgische, tvas er den Feinden gegenüber auszurichten ver-mochte. Aber diese Erfolge konnten den Kaiser nicht be-ruhigen, da er sich sagen mußte, daß eine frühere günstigeEntscheidung in Schlesien die Fortschritte des Feindes ander Donau gehemmt haben würde. Denn während derHerzog die Sachsen und Brandenburger bedrängte, hatteBernhard von Weimar den 15. (5.) November Regensburg genommen und bedrohte von dort aus Passau und diekaiserlichen Erblande. Jetzt konnte sich der Herzog der vomKurfürsten Maximilian von Baiern seit dem Oktober wie-derholt und dringend begehrten Hülfleistung nicht längerentziehen, zu welcher er auch vom Kaiser aufgefordert wurde.

Helbig' s Kaiser Ferdinand rc. 1