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Der Kaiser Ferdinand und der Herzog von Friedland während des Winters 1633-1634 : nach handschriftlichen Quellen des Königlich-Sächsischen Haupt-Staat-Archivs und mit kritischer Berücksichtigung der gedruckten Berichte dargestellt / von Karl Gustav Helbig
Entstehung
Seite
8
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anhero kerne, do er es aber am bedrucken, So kommeHertzog Frantz Albrecht vndt der Herr, da soll es mitwenigen geschlossen sein, Wo ferne dieß negligiret, wirdtsich in Ewigkeit dergleichen oeesssion nicht pressntiren,ES kann noch dleßen Winter viel guttes elkeetuiret werden,der Herr ist witzig, er vnterlaße nicht der gantzen Christen-heit frommen zu befördern.

Pilßen, den 26. veoembris Anno 1633.

Was der Graf Terzka und der Herzog hiermit be-absichtigten, ist so deutlich, daß es keiner weiter» Erläu-terungen bedarf. Besonders bemerkenöwerth ist aber, daßhier schon zur Erreichung dieser Absicht die später miß-lungene Zusammenführung des ganzen KriegSvolkö in Aus-sicht gestellt wird. Am Dresdner Hofe begnügte man sichzunächst damit, dem Feldmarschall Franz Albert aufzutra-gen, daß er dem Herzog schreibe, wie sehr man sich überdie Intention des Herzogs freue, Ruhe und Frieden imReiche herzustellen; dem werde man auf alle mögliche Weiseentgegen kommen und für diesen Zweck den Franz Albertnach Pilsen schicken. Der Brief, den Franz dem Kurfür-sten zeigen mußte, war ganz allgemein abgefaßt. Nur amEnde war eine Andeutung der Ansichten des Kurfürstenüber WallenstcinS weitere Absichten beigefügt:Ich meinestheils möchte wohl wünschen, daS durch die extremitstenSie an Ihrer guten intention nicht gehindert vnd zu ge-fehrlicher resolnlion genöthigt werden möchten. E. Lbd.seien des hohen Verstandes, das ich derselben nicht vielmoliven für Augen stellen darf, Sondern sie den Sachenviel reiflicher, als ich solche nicht zu erinnern weis, nach-sinnen können, Ich wolte davor achten, wan man nur ernst-lichen über gewisse Puncte des friedens halber verglichen,alle Sachen würden ein gewünschtes ende erreichen rc."

Daß der Kurfürst von Sachsen trotz der auffälligenMittheilungen des Grafen Terzka auf Unterhandlungen mit