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Der Kaiser Ferdinand und der Herzog von Friedland während des Winters 1633-1634 : nach handschriftlichen Quellen des Königlich-Sächsischen Haupt-Staat-Archivs und mit kritischer Berücksichtigung der gedruckten Berichte dargestellt / von Karl Gustav Helbig
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dazue geneigt verspuhret, habe ich sie daran auch nichthindern wollen, Vermatne auch, daß man dabei woll kanvnbetrvgen bleyben, Wen man sein anbringen höret, Mihraber wirdt es wol so gehen, Man Ich nicht Zeichen vndWunder sehe, So glaube Ich nicht. Sehe Ich Die, Somuß Ich bekennen, daß daß Wergk von Gott kombt Der-selbe tuht waß ihme wohl gesellet, In dessen gnedigenschütz befele Ich E. Cuhrf. vndt VerbleibeEw. Cuhf. Durchl.

Untertenigst

Besieko*), d. Anno Gehohrsambster

H. G. v. Arnimb.

Kinsky war, nachdem er des Herzogs Brief empfan-gen, auch weiterhin thätig. Denn seine den 1. Januar(22. December) dem französischen Gesandten, dem Herrnvon Feuquiöres, nach scheinbarem Abbruch der Verhand-lungen plötzlich gemachte Eröffnung erhält nun erst ihrewahre Deutung. Er benachrichtigte nämlich den Gesandten,sein Herr sei aus die früher (im Sommer 1633) vorgeschla-genen Bedingungen mit Frankreich abzuschließen bereit, d. h.für die ihm von Frankreich garantirte Krone Böhmens zumBruch mit dem Kaiser entschlossen^). Aber auch derHerzog selber war um diese Zeit nicht müßig. Zu Anfangedes Monats Januar 1634 schickte er den Feldmarschall Oc-tavio Piccolominib), einen schlauen und gewandten Floren-tiner, dem er durch astrologische Grillen berückt viel Ver-trauen schenkte, im Anfange des Monats Januar nachSchlesien zum Gallas und Colloredo , um sie für seineZwecke bearbeiten zu lassen. Dieser jedoch, bereits vonWien aus gewarnt und heimlich ein entschiedener Gegnerdes Herzogs, that gerade das Gegentheil von dem, wasder Herzog wünschte, und bereitete jetzt schon die Kata-

*) Beeskow an der Spree . In dieser Gegend stand das sächsi-sche Heer.