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stadt, Ober- vnd Niederlausitz sollen Ihrer Churf. Durchl.erblich bleiben.
Wie er von dem von Jlaw, so sein alter guterFreund, verstanden, trüge der Herzog! zu Friedland keinebeliebung zu einer alliance mit Schweden , denn das Röm.Reich dadurch in steter Unruhe sein würde. Der Beyer-ischen ^rmöe were der Herzog mechtig, wie denn derBeyerische General über die Cavallerie, der von Scharf-fenbergk vnd der Oberste Breda alda gewesen könnte nichtgenugsamb sagen, wie höllisch vom Churfürsten in Beyerngeredet würde.
Wobey der Herr Oberste erinnert, es were hochnöthig,daß der Herr General Leutenant von Jrer Churf. Durchl.erfordert würde, Könte ein Brandenburgischer Rath mit-kommen, were es umb viel desto besser. Dem Kinßky,wann es Ire C. D. also gesellig, könte geschrieben wer-den, sich zu Pilßen zu gedulden, biß der Herr GeneralLeutenant ankehme. Mit der Schickung were nicht zuseumen, denn sonsten leichtlich, wann es laut werden solle,etwas anderes darein kommen könte." —
Die hier protokollirten Aeußerungen des Herzogs, aufdie sich derselbe spater im Gespräche mit Franz Albertausdrücklich berief, sind zur Aufklärung seiner Pläne inden ersten.Tagen des Januars 1634 von der größtenBedeutung. Man sieht, er wollte eine völlige Umgestal-tung der deutschen Verhältnisse auf Kosten Spaniens , desHauses Oestreich und des Kurfürsten von Baiern herbei-führen. Mit der Wiederherstellung der Stifter dachte erdie Katholiken zu beruhigen und die Protestanten ander-weitig zu entschädigen. Frankreich mußte vom Reichemöglichst fern gehalten, Schlveden bald befriedigt werden,denn nach der Beseitigung Spaniens und Vernichtungder Habsburgischen Macht in Deutschland waren diese dieeinzigen Mächte, welche der Verfolgung seiner Pläne hin-derlich werden konnten. In dem weiten Fluge seiner