von Dresden abgereist und schickte den 17. (7.) Januarauf dem Wege von Schlackenwalde aus nach Dresden eine Abschrift dessen, „was alle generalles vnde Oberstensich in Pilsen verpflichtet, unterschrieben und versiegelthaben". Dazu schrieb er, daß er den 18. (8.) Januarin Pilsen sein und sehen werde, was es sei; daraufwerde er dem Kurfürsten sofort Nachricht geben.
Der Herzog von Friedland hatte nämlich den 12. (2.)
Januar den versammelten Generalen und Obersten erklärt,daß er wegen Vernachlässigung des Heeres und wegen derUmtriebe seiner Feinde das Kommando niederlegen wolle.
Viele Obersten, die ihre Privatinteressen durch diesen Schrittdes Herzogs gefährdet glaubten, crschracken darüber undließen den Herzog durch seine Vertrauten den FeldmarschallJlow und den General Terzka bitten, von seinem Vor-haben abzustehen. Der Herzog gab sofort nach und nochdenselben Abend bei einem Banket, das Jlow und Terzka^A^^gaben, legten sie den Obersten, die den Generalissimu s^«^ /von ihrer guten Meinung überzeugen müßten, folgendeSchrift zum Unterzeichnen vor^):
„Zu wißen himit v»d in kraft dieses, demnach wirhierunder beschriebene sambtliche Keneral officirer Obristevnd andere der Regimenter 6ommandanten gewiße Nach-richt bekommen, wesgestald der durchlauchtige HochgeborneFürst vnd Herr Herr Albrecht Hertzog zu Mechelburg,
Fridland, Sagan vnd Grosglogau wegen vielfeltig em-pfangener disgusti ihro zugezogener hochschmertzlicher iniurienvnd wider Sie ahngcstellter gefehrlicher maeliinaticwen so-wohl verwegerter nothwendiger vnendberlicher Unterhaltungder Armada die Waffen zu quittiren vnd sich zu retlirirengentzlich endschlossen Vnd aber wir in erwegung, dasdurch solche Ihre F. G. vorhabende resignation nichtallein Ihr Kay. Mait. Dienst, das bonum publioum vnddie Kei. armaden leiden, ia gar vnheilbar zu gründ gehen,besondern auch wir sambtlich vnd ein jeglicher insonder-
Helbig'S Kaiser Ferdinand !k. 2