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ihme ganz nicht zu trawen, ist es eine Unbestendigkeit von
gewesen, so ist auf ihn nicht viel zu bawen, Habens seine auf
A.L'Schiefrige*) affecten/'gehindert, so muß man sich derer ein,
wieder versehn, Also befinde ich wohl, daß es ein sehr sich
sorgsames Werk, oonsillerire ich aber vnsern betrübten ' hab
Krieg, so sehe ich, es gehe, wie es wolle, so können das in
Römische Reich vnd vnsere Chur- vnd Fürsten dabey nicht wer
wohl fahren, denn wendet sich das Glück auff dieser fei-te», so haben Sie es nicht, sondern frembde in Händen, Jar
Daß nun dieselben solche große Bemühungen sotten vmb- daß
sonst oder darumb thun, daß Sie das Römische Reich Um
wolten in vorigen stände wiederumb setzen vnd die Chur- Vic
vnd fürsten bey Jrer Hoheit erhalten, der Meinung bin des
ich mein lebelang' nie gewesen, es wirds mir auch kein ließ
FranzoS oder Schwede nicht bereden, Vnd wenn es gleich Jlo
ihre actiones nicht so klar geben, so feinte doch die Ver- hab
muthungen so groß vnd die rationes Status von solchem den
Nachdrucke, daß ich mich zu keinen andern gedanken ver- gab
leiten lasse, die Zertrennung des Reichs sehe ich schon vor von
Augen, die Catholischen Churfürsten geben sich in des Sch
Königs von Franckreich Schutz, wollen die Euangelischensolches den Schweden verweigern, so seind schon die Cretße hier
separiret, daß sie in ihrer gewaldt, Also wirdt das Rö- vnd
mische Reich nicht mehr ein 6orpus sein, sondern nur rich
ein Haussen zertrennte glieder, das ist nun was bey dem Für
allergrösten glück zu erlangen. — Gehet es auff dieser Frst
Seite vbel ab, so haben die frembden nichts verlohren, pfa,
den Sie haben nichts im Spiel, sondern die Chur - vnd vnd
Fürsten stehen mit ihren Land und Leuten auff gewinst , wol
vnd Verlust, Sie gehen nach der See vnd ihren Landen der
Vnd die Churfürsten vnd andere ins Elend rc." — gern
Unterdeß war Franz Albert den 14. (4.) Januar duri
- alle
*) Schiefrig s. v. als reiziar, unmuthig, von Schiefer, der die
Splitter, dann fig. der innere Unwille, Groll. , best