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Der Kaiser Ferdinand und der Herzog von Friedland während des Winters 1633-1634 : nach handschriftlichen Quellen des Königlich-Sächsischen Haupt-Staat-Archivs und mit kritischer Berücksichtigung der gedruckten Berichte dargestellt / von Karl Gustav Helbig
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37
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Sie begehren werte», wirbt er thun, Der Altringer istcitirt worden, ist auff halben >veg gekommen, hat abernicht hergewolt, Man hat den Gallas zu ihm geschickt,der kompt noch nicht wieder, also daß man zweifelt, ob rer fir*) sein möchte, der veoelsti ist ohne ortinanz vonhier aus seinen Cvartiren nach Oesterreich marchiret, alsodaß es sich ansehen lcsset, alß wann sie nicht alle mitdem Herzege hallen wollen, Auch trawet man den l'ieo-lomini nicht recht, die andern aber wollen beym Herzogeleben vnd sterben, vnd ist der Herzog willens, sein Dolckbey Präge zum theils zu sameln, denn er besorget sich,Sie möchten ihm ein theils Regimenter abspennig machen,Sie können aber nichts nicht thun, denn die meisten vndbesten halten es mit dem Herzog, deßwegen verlangt ihnvon Herzen I. E. zu sprechen, Auch hat mich bethen,Sie wollen doch etliche 1000 Pferde an den BöhmischenGrenzen in Meißen samlen lassen, im Fall es von nöthen,daß sie ihm zu Hülffe kommen könten. Dem Hazfeldt,alten Colloredo trawet er nicht, deßwegen lessct er sie ab-fordern vnd gibt Schaffgozschen das 6ommsn<lo. Auch hater Schafgozschen befohlen, zu sehen, welche es mit ihmhalten wollen in der Marck vnd Schlesien, den andernsoll er die Hällß brechen, Bittet gleichfalls, Wenns nöthigwere, aldorten zu »ssistiren, Denn es muß izo biegenod. brechen, denn ich mercke wohl, er tvill denen auf denHalß gehen, so mit Altringer halten wollen, Er verletzetsich itzo auf vns, vnd die nicht mit dem Herzog halten,fürchten dieses wie den Trüffel. Damit er auch desHerzogk Berndts**) versichert ist, hat er an mich begehret,Ich solle eine Reyse zu ihm thun, damit er nur versichertwere, wenn er etwas mit den andern zu thun hctte, er

*) !>. h. treu.

**) d. i. Bernharde.