Buch 
Der Kaiser Ferdinand und der Herzog von Friedland während des Winters 1633-1634 : nach handschriftlichen Quellen des Königlich-Sächsischen Haupt-Staat-Archivs und mit kritischer Berücksichtigung der gedruckten Berichte dargestellt / von Karl Gustav Helbig
Entstehung
Seite
57
JPEG-Download
 

57

Dresden lebte und mit Kinsky nach Pilsen gekommen war,wurde bald freigelassen und kehrte nach Dresden zurück.1636 wurde er noch einmal von Prag aus requirirt aberdurch Bermittelung deS Kurfürsten von Sachsen losgemacht.Im Jahre 1637 aber kam er in Dreöden wegen seinerCorrespondenzen mit Nürnberg und Wien , worin er sichüber sächsische und kaiserliche Verhältnisse ungünstig geäußerthatte, in Untersuchung und mußte mit seiner Familie Sach­ sen verlassen. Auch die alte Gräfin Thurn hatte mit ihmfortwährend in Verbindung gestanden. Nach Actenstückenim köngl. sächs. Archive.

17) Vgl. meine Schrift: Wallcnstein und Arnim.Wenigstens im Sommer 1633 hielt sich der Herzog vonden Schweden ziemlich fern. Für den letzten Winter läßtsich bis zur Sendung des Franz Albert gar nichts nach-weisen. Auf dessen Vorstellung äußerte Bernhard,derHerzog möchte wieder ein Stücklein im Sinne haben, um,wie voriges Jahr in Schlesien, mit ihm zu spielen.Vgl. Chemnitz II. 335. Ob und wie weit er sichfrüher mit den Schweden eingelassen, was nach Sesina'sBericht (abgedruckt in Murr , die Ermordung des Herzogszu Friedland S. 61 ff.) in der kaiserlichen Rechtfertigungs-schrift und bei Khevenhiller (Xnnal. Feräln. 'lam. XII.)erzählt wird, kann vielleicht durch die vom Herrn Pros. Dudickversprochenen Mittheilungen aus dem schwedischen Archiveaufgeklärt werden.

18) Vgl. lettros du marquis de Feuquieres II. 210 ff.Ueber die französischen Unterhandlungen überhaupt vgl.Bartholds deutschen Krieg I. 77 ff. 123 ff.

19) Vgl. Röse Bernhard von Weimar I. S. 463.Brief an den Reichskanzler vom 24. (14.) Februar.

20) Diese Briefe sind inWallenstein und Arnim"aus dem K. S. Archive bereits abgedruckt: S. 34.

21) Die Erzählung von den letzten Tagen Wallensteinsseit dem Abzug von Pilsen findet sich nirgends ohne Wider-