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23) Beide Schriften sind von Förster verwechselt worden.Die lateinische Schrift ist ziemlich selten (in Berlin undDreSden auf der Bibliothek, abgedruckt in Murrs Beitragenzur Geschichte des 30 jährigen Krieges S. 131 sf.). Dieofficielle deutsch geschriebene Rechtsertigungsschrift hat garnicht die bei Murr (Beitrage z. Gesch. des 30jähr. KriegsS. 203) und darnach wahrscheinlich bei Förster (ProceßS. 180) abgedruckte lateinische Ueberschrift: ?eräucllionischaos, sondern: „Ausführlicher vnd Gründlicher Bericht dervorgewesten Fridländischen vnd seiner Adhärenten abschew-lichen kroäitlon K. Auff sonderbaren der Röm. Kaps. Maje-stät Allergnädigsten Befelch. Wien bey Michael Rickhes amLubeckh (Lugeck?) 1634." Das Original habe ich nur aufder Wiener Bibliothek in 3 Eremplaren gesehen. Ver-schiedene Köllner und schlesische Nachdrücke mit demselbenTitel aus den Jahren 1634 und 1635 sind in Berlin undDresden vorhanden. In einer bairischen Denkschrift von1633: Discurs vber des Friedlandts aetiones vnd gegebenevngleiche Ordinanzen" (Aretin, auswärtige AngelegenheitenBaierns 1.) war bereits für jene Darstellungen vorge-arbeitet worden.
24) Graf Schaffgotsch hatte sich auch bei der PilsenerVerbindung mehr compromittirt, als die andern Obersten,indem er den Grafen Jsolani durch falsche Vorspiegelungenzur Unterschrift bewogen hatte.