darum Bohrer von der Form a, F. 3. verfertigen, womit ichdenn Bohrlöcher wie de ab erhielt*), deren unterer kleinererLauf cb, der nur einen Durchmesser von einem halben ZollLeipziger M. hatte, das Pulver mit dem Zwischenräume, derobere grössere de aber (wie gewöhnlich i / t Zoll stark) diegewöhnliche Lettenbesetzung enthielt, welche mittelst des kleinenHolzscheibchens c von einander getrennt blieben. Der Effectdieser Versuche fiel über meine Erwartung aus, und er über-zeugte mich nun völlig nicht nur davon, dass man dem Zwischen-räume alles und dem Gipse nichts in den vorigen Versuchenzuschreiben, sondern er zeigte mir auch, dass man künftigsowohl ungleich kleinere Löcher bohren, als nur das bestePulver zum Sprengen brauchen müsse. Ich hatte mich bereitseinige Wochen mit diesen Versuchen beschäftigt, als ichHrn. Wenzel davon Nachricht gab, welcher kurz darauf vonhier nach Meissen gieng und dort die Versuche, die er vonS. 188 an erzählt, anstellte. Was Hr. Wenzel durch dieseVersuche erweisen wollte, war also durch meine bereits erwiesen,und da eben in diesem Beweise die Hauptsache der Erfindungliegt, so kann ich mir das Stillschweigen von Ihm hierüber aufkeine andere Art erklären, als dass er das, was ich Ihm erzählte,bereits wieder vergessen hatte. Uebrigens hat die Art der Be-setzung, die der Hr. Assessor vorschlägt, die nicht geringe Un-bequemlichkeit, dass sich das Holzscheibchen von dem starkenSchlage, den sie bei der Lettenbesetzung aushalten soll, baldvon der Schraube der Raumnadel losmacht.
Diese wenigen Erfahrungssätze von der Wirkungskraft desPulvers reichen nun beinahe völlig zu, nicht nur allein alles, wasbeim Sprengen des Gesteins vorgeht, sich begreiflich zu machen,sondern sie enthalten auch die Principien, nach denen man sowohlbei Beurtheilung als Anstellung künftig zu machender Versuche
*) a wird nemlich als Nachbohrer erst dann gebraucht, wenn dasBohrloch bis c bereits abgebohrt ist.