Band 
Zweiter Band.
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geben, und kompt mir nicht wunderlichere vor, als dass manin diesen allerschwersten Punkten vieler Orten sogar kein Achtgibt: und ein jeden sich ernehren lasset, wie er kann, es ge-rathe ihm, wie es wolle, er verderbe, und mache hundert auchverderben, oder er komme auff, mit der Gemein Nutzen oderSchaden, Auf- oder Abnehmen, so fragt man nichts darnach.

Becher hätte es wohl verdient, von Friedrich List, demgenialen Begründer des nationalen Systems der politischen Oeko-nomie, berücksichtigt zu werden. Wenn aber Friedrich List(Gesammelte Schriften von L. Häusser III, XXXVI XXXIX)die von ihm erwähnten kurzen kritischen Bemerkungen des Alex,von der Marwitz über A. Smiths System so genial und tief ein-dringend fand, so ist man wohl berechtigt anzunehmen, dass ernicht wenig überrascht und erstaunt gewesen sein würde, zusehen, wie wenig sich Franz Baader von Adam Smith und seinemRuhm hatte blenden lassen, und wie Baader der Hauptsachenach der Vorläufer seines eigenen Systems war. Fr. List hatteaber sicher keine Kenntniss von diesen (in dem vorliegenden Bandevon Nr. VIII bis Nr. XIV incl.) mitgetlieilten Aufsätzen Baaders,welche ihr Urheber versäumt hatte, durch einen besonderen Ab-druck dem grösseren Publicum bekannt zu machen. Hätte nichtder älteste Bruder unseres Philosophen, Clemens Aloys Baader,in seinem Lexikon bayerischer Schriftsteller I, 61 diese Auf-sätze unter den früheren Arbeiten desselben angeführt, so wür-den sie auch dem Herausgeber unbekannt geblieben sein, daBaader selbst nie ihm davon gesprochen hatte und er sich auchnirgends auf dieselben bezieht. Uebrigens kann hier noch bemerktwerden, dass sich unter dem handschriftlichen Nachlasse Baadersreiche Auszüge aus dem Hauptwerke A. Smiths aus den neunzigerJahren d. v. Jahrh. vorfinden, welche von Erläuterungen begleitet sind,die von der grössten Geistesunbefangenheit und von tiefem Eindrin-gen in die Grundirrtliümer dieses dermals fast allgemein vergötterten

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