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Zweiter Band.
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von Einführung fremder Bedürfnisse reich ward, seinen Gewinn*).Ich will nicht von dem Uebertriebenen reden, wodurch sie selbst

und das Gewicht in dieser Hinsicht, sicher der blindeste Waarenbeschauerist, so ist es auch völlig umsonst, den Schaden, den jede Gewichtsmauthdurch völliges Aufgeben dieser Leitung unvermeidlich bewirkt, durchihren sogenannten reinen Ertrag (er mag nun gross oder klein sein)widerlegen zu wollen. Und doch liegt selbst der provisorischen Zentner-mauth hie und da, bei Ausnahmen, jenes Princip der Leitung inländischerIndustrie wieder zum Grunde. Wenn z. B. die Knoppern frei eingehen,wogegen die Farbestoffe der Tuch- und Zeugmacher schwerer belastetsind, so konnte hiebei nur die Absicht, die Lederinanufactur ausschliessendzu begünstigen, zum Grunde liegen. »On a considere, sagt ein neuerfranzösischer Schriftsteller, jusqua present, le produit des douanes conimeun impöt indirect, et on la compris dans les receltes generales de letat,tandis quon a destines dautres fonds ä lencouragement des manufactures,des arts et du commerce. J1 me semble que les douanes ne sont etablies,que pour regulariser les rapports entre lindustrie nationale et les industriesrivales; pour arreter lexportation des matieres premieres, qui sont neces-saires ä nos manufactures, et sous tous ces rapports, elles doivent etreplutot considerees, comme le rempart protecteur du commerce, que commeune ressource pour letat. DelTnfluence du Couvernement sur la Prosperitedu commerce par Vital Roux de Lyon, Negotiant. Paris an 9. S. 175.(In demselben, oben citirten Werke sagt Büsch (dritte Ausgabe, I, 587588).»Noch jetzt bestehen in allen Staaten eine Menge Zölle und Abgaben, beiwelchen sich kein Zweck annehmen lässt, als dass sie dein RegentenEinkünfte verschaffen sollen. Dieses ist billig und recht, wenn die Gegen-stände der Zölle gehörig gewählt sind, und man in der Erhebungsartdahin sieht, dass sie die Handlung nicht zu sehr stören, wenn es gleichunvermeidlich ist, dass sie nicht dem Kaufmann Mühe machen. Zwarhabe ich den Vorwurf nur gar zu oft lesen müssen, dass ich, durch meineLage verleitet, für eine von allen Zöllen freie Handlung eingenommen sei.Aber wie kann man das von mir annehmen, da ich in so vielen Stellenlaut erklärt habe, dass ich eine völlige Freiheit der Handlung in deinjetzigen Zustande Europas für nicht rathsam, ja für unmöglich halte. Ineiner Anmerkung fügt er noch hiezu: »In der ersten Unterredung, die ichmit dem Grälen Mirabeau hei seinem Aufenthalt in Hamburg hatte, warseine erste Voraussetzung, dass ich dem physiokratischen System anhinge.Als ich ihm diess verneint hatte, fragte er: Wenigstens werden Sie doch fürdie völlige Freiheit der Handlung sein? Auch das nicht, antwortete ich,sondern ich halte sie in dem jetzigen Zustände Europens, und selbst derHandlung, für unmöglich. Das wundert mich, sagte er, von einem Schrift-