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Zweiter Band.
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Was nun endlich die dem Anonymus so dringend notliwendigscheinenden Aufklärungs- und Bildungsanstalten für das gemeineBerg- und Hüttenvolk betrifft, so kann ich ihm zu seinem Trösteversichern, dass es tlicils keine besseren Erziehungs- und Indu-strieschulen für dieses Volk gibt, als grosse, gut eingerichteteund Geld eintragende, sohin auch dem gemeinen Arbeiter gutesAuskommen sichernde Anlagen, ohne und gegen deren Einflussalle übrigen theoretischen Lehranstalten, Professuren &e. nurunbedeutende Spielereien sind (videafur England), theils, dass ichselbst bereits vor zwei Jahren (in dem der Regierung über-reichten Rapport über das gesammte Mineralgewerbe) einen Planvorgelegt habe, eine grosse über alle unsre öffentlichen minera-lischen Werkstätten verbreitete und vertheilte Lehr- und Uebungs-anstalt zu gründen, dessen wirkliche (freilich nur nach und nachmöglich zu machende) Ausführung der Verfasser also auch inwenig Jahren, wills Gott! zu sehen das Vergnügen haben undwahrscheinlich dann auch mich, wie er am Ende seines brünstigenWunsches zu hoffen gibt, dafür in seinem Dankgebete segnen soll.

Endlich muss ich noch auf die Beleidigung aufmerksammachen, welche dieser Unbekannte der churfürstlichen Landes-Direction in Arnberg dadurch erwiess, dass er sich in seinem (inein officielles Blatt dieser Regierungsstelle eingerückten) Aufsatzemit dem Anfangsbuchstaben eines dortigen Directionsrathes zuunterschreiben nicht entblödete, und also wenigstens bei demauswärtigen Publicum den argen Verdacht veranlasste, dass selbstöffentliche Beamte dieser Provinz im Stande sein könnten, ineiner solchen Unwissenheit über dergleichen Gegenstände nichtnur sich zu befinden, sondern auch diese ihre Unwissenheit inofficiellen Blättern dieser Provinz öffentlich zur Schau aufzustellen.