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Zweiter Band.
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man einen Theil der jetzt Lebenden der Verarmung, dem Aus-wandern oder dem Erfrieren preis gibt. Dahinaus will mandenn auch mit jenen Gesetzen der grossen Naturhaus-haltung, auf die uns z. B. der H. Graf v. Soden (im fr. Merkur1. Jahrgang 3. Heft) bei dieser Gelegenheit hinweiset. DieseNaturgesetze sind nemlich keine anderen, als jene, wodurchsich das Gleichgewicht aller Thierarten (ohne alle Polizei und)ganz einfach von selbst dadurch erhält, dass sich diese einanderquantum satis auffressen.

Diesen staatswissenschaftlichen oder Gewerbspolizeigründenfür die natürliche und unveräusserliche Regalität des im Grossenzu betreibenden Holzbaues gesellt sich nun endlich noch einwichtiger Finanzgrund bei.

Das Missverhältniss des (ordentlichen) Ein- und Auskommensder Regierungen mit jenem ihrer Unterthanen wird nemlich imGanzen stets merklicher. Sowie das Erwerbsvermögen, das Momentdes Geldumlaufs und mit ihm der Reichthum der Unterthanen, imGanzen zunimmt, sieht man mit Verwundern die Regierungen anWohlstand und Credit mehr und mehr herunterkommen. Manirrt aber, wenn man meint, durch die Zunahme des (entbehrlichenund schädlichen) Aufwandes der Regierungen diese Erscheinungerklären zu können, und es liegt hierin zuverlässig nur ein Theilder Ursache, was auch die Frondeurs dagegen sagen mögen.Einen beträchtlichen Theil hat man ohne Zweifel in jenem fehler-haften Steuersystem zu suchen, welches den Regierungen es nichtwohl möglich macht, in der Erhebung der Staatsabgaben mitder Zunahme des Wohlstandes ihrer Unterthanen gleichmässigen(weder verzögerten, noch übereilten) Fortschritt zu halten. DieAnticipationen, welche das Schuldenmachen bezweckt, würdenohne Zweifel minder oft geschehen, und dessen Folgen (der Staats-bankerott) nicht so allgemein bemerkbar sein, wenn die Regie-rungen Mittel gefunden hätten, ihr Einkommen auf ordentlichenWegen mit der Zunahme der Theuerung alles Verkäuflichen undder Kostbarkeit des Regierens selbst im Gleichgewicht zu erhalten.

Dass in einer Gesellschaft gewerbtreibender Menschen, derenalso jeder kauft und wieder verkauft, folglich jeder den GeldpreisBaaders Werke, VI. Bd. 14