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C. Giebel,
Ihre Länge beträgt einmal 6 Linien, ihre grösste Breite fast 4 und ihre höchste Wölbung
2 V 3 Linien, bei einem andern Exemplar die Länge l l k , die gröste Breite 4*4 Linien. Der
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Occipitalring ist schwach convex, spärlich granulirt auf seinem convexen Theile, bei dem Ex-emplare mit der gewölbtesten Glabella, wo die Schale abgesprungen ist, dagegen glatt miteinigen feinen parallelen Querlinien. Der Wangenhöcker liegt als ovale Tuberosität von mässi-ger Dicke und deutlich granulirt jederseits neben der Glabella und senkt sich nach aussen all—mählig ab und bildet dann eine platte Winkelfläche, deren Ecke in einen starken, sehr abste-henden, geraden, fein granulirten Stachel ausgezogen ist. Die Lage der Augen, welche nursehr klein gewesen sein können, lässt sich hei keinem Exemplar mit Sicherheit ermitteln. Dierandliche Ausbreitung des Kopfschildes, ebenfalls granulirt, biegt sich in der Stirngegend steilbognig, von den Wangenhöckern allmählig herab und bildet dann die breite, aufgeworfeneRandfalte.
Seit Roemers Begründung dieser Art, zuerst als Calymene aufgeführt und ungenügend abgebildet,dann die isolirten Wangenstacheln als Phacops, sind noch einige Fragmente gefunden worden, welche des-sen Angaben ergänzen. Die von Roemer aus den Harzer devonischen Schichten aufgeführten Cyphaspis-arten, C. Iruncata, C. spinosa und C. longecormla, weichen weit ab, wie auch die Eifeier. Unter denböhmischen Silurarten bei Barrande nähern sich C. Barrandei u. C. Burmeisleri Syst. Silur. Boheme Tb.18. Fig. 38—48. 61 — 71 durch die Form und Wölbung der Glabella, aber erstere hat keine weit vor-springende randliche Ausbreitung, letztere keinen deutlichen Glabellenstiel, und beide übrigens ganz andereStacheln an den hintern Ecken. Diese ähneln vielmehr denen bei C. cerberus ibidem Fig. 49, welcher imUebrigen jedoch nichts mit unserer Art gemein hat. Es ist wohl möglich, dass eines der bei Phacopserwähnten Pygidien dieser Gattung angehören könnte, aber noch lässt sich das nicht ermitteln.
Im dunkeln Kalke des Scheerenstieges.
PHACOPS Emmr.
Die in ihren Arten schon längst bekannte, aber erst von Emmricii im J. 1839 begrün-dete Gattung Phacops hat in der neuern schärfern Umgränzung Barrandes ihre höchste Ent-wicklung im obern Silurium, erscheint aber auch im devonischen Schichtensystem noch mitmehrern sehr weit verbreiteten leitenden Arten. Von den beiden Arten des Mägdesprungesrepräsentirt die eine häufige einen devonischen Typus, die andere noch der weitern Untersu-chung bedürftige einen silurischen.
Ph. angnsticeps Taf. I. Figur 10; Tafel II. Figur 1 a . 4.
Asaphus Zinkeni Roemer, Versteinerungen des Harzgebirges 38. Taf. 11. Fig. 8.
Zur Begründung dieser Art liegen drei Köpfe vor, leider ohne Schale, nur in Stein-kernen. Die gestreckte, schmale Form, die stark vortretende Stirnwölbung der Glabella unddie breit gerundete Wangenecke zeichnen alle gleich charakteristisch aus. Die Länge desgrössten Exemplares beträgt 10 Linien, die grösste Breite zwischen den Wangenecken 6 Linien.Die Seiten fallen steil vom Mittelstück ab und der Rand springt, da die Schale fehlt, nirgendsvor. Die Glabella hat einen rundlich hexagonalen Umfang, 5 Linien lang und 6 Linien breit,sehr flach gewölbt, mit der Stirn weit vorgewölbt, an den Seiten steil abfallend. Die Ober-fläche ist glatt und die Furchen nur auf dem grössten Exemplare schwach und undeutlich aus-gebildet. Der Stiel der Glabella verengt sich stark und trägt jederseits einen kleinen zitzen-oder kegelförmigen Höcker und vor und hinter demselben je ein markirtes trichterförmiges