Die Anforderungen, welche die verschiedenen Besucher der Aus-
stellung an einen Führer durch dieselbe stellen werden, sind wohlganz verschiedener Art.
Der Fachmann, welcher mit der laufenden Literatur bekannt ist,wird sich mit dem Katalog und dem Plane vollständig zurecht findenund höchstens in denjenigen Fällen, in denen ihn sein Gedächtniss imStiche lässt, zu der Bibliothek und dem Lesezimmer seine Zuflucht nehmen.
Der Nichtfachmann dagegen, der noch nicht weiter Gelegenheithatte, sich mit der Elektrotechnik zu beschäftigen, der aber gerade dieAusstellung benützen will, um sich über die zahlreichen und wichtigeilAnwendungen, die man in der jüngsten Zeit von den elektrischenNaturkräften gemacht hat, zu unterrichten, wird eine detaillirte Beschreib-ung und Erklärung jedes einzelnen Apparates im Führer als wünschens-werth erachten.
Dem letzteren Wunsche zu entsprechen, ist nun unter den Ver-hältnissen, unter denen der Führer entstanden ist, leider nicht mög-lich gewesen.
Der Umstand nämlich, dass mit dem Niederschreiben der folgendenBlätter schon begonnen werden musste, als blos ein ganz unvoll-kommenes Bild über die zur Ausstellung gelangenden Gegenstände durchdie eingelaufenen Anmeldungen geboten wurde, ohne dass jedoch dieeinzelnen Objecte selbst eingetroffen, geschweige denn ausgepackt undaufgestellt waren, bewog den Verfasser in erster Linie diejenigen Ge-biete der Elektrotechnik hervorzuheben, welche in der jüngsten Zeit sorasche Fortschritte in der Praxis gemacht haben, dass das gebildetePublikum mit Recht den Wunsch hegt, sich darüber zu informiren,ganz ähnlich wie ein denkender Mensch sich nicht begnügen wird, dasZifferblatt seiner Uhr zu betrachten, ohne das Bedürfniss zu fühlen, sichzu unterrichten, wie denn eine so regelmässige Bewegung der Zeigerim Innern des Gehäuses überhaupt zu Stande gebracht werden kann.