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Catalog für die internationale Elektricitäts-Ausstellung : Verbunden mit elektro-technischen Versuchen im K. Glaspalaste zu München / mit einem Führer von Dr. Ph. Carl
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Rundgang durch

die Ausstellung.

Bevor wir an die Lösung der eben fixirten Aufgabe gehen,, wollenwir versuchen, unsere Leser durch einen Rundgang im Glaspalast überdie der Ausstellung zu Grunde liegende Eintheilung im Allgemeinenzu orientiren.

Nachdem wir durch das Hauptportal in den in einen prächtigenGarten verwandelten und mit einer Büste des Allerhöchsten Protectorsder Ausstellung gezierten Mittelbau des Glaspalastes eingetreten sind,erhalten wir bei Tage keineswegs den Eindruck als wenn es sich hierum eine elektro-technische Ausstellung handle. Im östlichen Theile desGlaspalastes fällt uns ein mächtiger Theaterbau auf und ebenso findenwir int westlichen Theile eine Kapelle und einen als Gemäldegalleriedienenden Bau vor unseren Augen, während in den Ecken des Gartensacht in verschiedener Weise künstlerisch ausgeschmückte Gemächer sichbefinden. Betreten wir den Glaspalast des Abends, so wird uns derZweck dieser Einrichtungen sogleich klar vor Augen treten eshandelt sich darum, die künstlerische Verwerthbarkeit des elektrischenLichtes in grossem Massstabe näher studiren zu können.

Begeben wir uns nun vom Eingänge aus auf die rechte Seite, sogelangen wir zunächst in diejenige Abtheilung, in welcher die histor-ischen, die wissenschaftlichen Apparate und die Lehrmittel zusammen-gestellt sind. Nach einer kurzen Durchsicht halten wir uns hier vor-läufig noch nicht länger auf und gelangen zu der ältesten und zur Zeitjedenfalls ausgebreitetsten Anwendung der Elektricität: zu der Telegraphie.Hinter dieser Abtheilung befindet sich der mit Edisonsehen Erfindungenausgefüllte Saal und an diesen schliesst sich die Bibliothek mit demLesezimmer an, in welchem das Publikum die von den verschiedenen Ver-legern ausgestellten Werke und Zeitschriften benützen kann.

Sind wir schon bis hieher einer Reihe von Schilderhäuschen be-gegnet, wie wir sie auch ferner noch im ganzen Ausstellungsraum zer-streut finden werden und in denen die verschiedenartigsten Telephon-systeme zu Fernsprechstationen verbunden von den betreffenden Aus-stellern vorgeführt werden, so treffen wir weiter am westlichen Endedes Glaspalastes vier Räume an, in welchen die telephonische Ueber-tragung der Hofoper, des Theaters am Gärtnerplatz und der Vorträgein Kils Colosseum dem Publikum zugänglich gemacht werden soll.