I. s
zum
X. Bande der ersten Hauptabtheilung.
Wir haben in den Einleitungen zu den ersten neun Bändender gesammelten Werke eines der genialsten Forscher der neuerenZeit gegen die Gegner desselben die Berechtigung seines Stand-punctes zu erweisen gesucht. Kaum dürfte noch einer principiellverschiedenen Richtung des Denkens zu erwähnen sein, welchedarin nicht mehr oder minder ihre Berücksichtigung gefundenhätte. Da indessen dem Geiste der Baadcr’schen Lehre keineDenkweise entgegengesetzter sein kann als die des Materialismus,und da der Materialismus gegenwärtig immer grössere Verbreitungzu gewinnen droht, so möchte ein nochmaliges Zurückkommenauf denselben und eine Beleuchtung seiner Grundlagen, wie siesich in den neuesten bemerkenswertliesten literarischen Erscheinungenauf diesem Gebiete darstellen, indirect zum Verständnisse der LehreBaader’s nicht wenig beitragen.
Der Materialismus ist bekanntlich nicht neu. Seit Jahr-tausenden haben ihm Einzelne gehuldigt, von Zeit zu Zeit trat erin mehr oder minder ausgebildcten Systemen hervor und erobertesich unter Zuwirkung besonderer Zeitverhältnisse und Bildungs-zustände ein geringeres oder grösseres Terrain, um es jedesmalgegen ideelle Geistesrichtungen wieder fast gänzlich zu verlieren,obgleich er stets mit einer Zuversicht seiner Wahrheit undUnvergänglicbkeit aufgetreten ist, welche kaum grösser hätte seinkönnen. Merkwürdig ist dabei nur, dass die Zuversicht die ganzgleiche war, mochte die besondere Gestaltung des Materialismus