Sinne des Wortes fällt daher in Eins zusammen mit dem Systemder absoluten Atomistik, welches überall auf der Annahme ruht,dass ein überweltlichcs Wesen nicht existire und dass das Uni-versum aus einer unendlichen Zahl schlechthin seiender, alsoewiger, unentstehbarcr und unvergebbarer, kraftbegabter, ausser-ordentlich kleiner Materien oder Körper (Atome) bestehe, derennach eingeborenen Gesetzen erfolgende Veränderung ihrer Anein-andcrlagerungen das gesammte Wechselspiel des Lebens des Uni-versums in seinen natürlichen und geistigen Erscheinungen darstelle.Der Materialismus ist daher absoluter Pluralismus und, wenn manso sagen darf, individualistischer Infinitismus. Da er die Atome alsder Zahl nach unendlich annehmen muss, so folgt von selbst, dasser auch die Unendlichkeit oder Anfangs- und Endlosigkeit vonZeit und ltaum behaupten muss. Die Atome sind nicht kraftlose,sondern kraftbegabte, kräftige Materien, es gibt überhaupt keinekraftlosen Materien so wie keine materielosen Kräfte, sondern nurKraftmaterien oder Materienkräfte. Da die Atome unbedingt sind,und ewig sind, wie sie einmal sind, so können ihre Kraftwirkungengegen einander auch nur schlechthin gesetzmässige und noth-wendige, und so muss der Materialismus streng deterministischsein. Diess folgt auch schon daraus, dass Bewusstsein und Wille,wenn sie auch von Ewigkeit her im Universum gewesen seinkönnen, doch nichts den Atomen an sich selbst und ursprünglichEinwohnendes sind, sondern bloss Erzeugniss, Ergebniss, Phänomeneiner gewissen, bereits sehr complicirtcn Art der Wechselwirkungund Gruppirung der Atome. Als blosses Phänomen kann dasBewusstsein in dieser bestimmten Form auch nur eine Zeit langdauern, es wird aber in anderen Formen immer wieder hervor-treten, so oft es nach dem Gesammtverlauf der Dinge einer An-zahl von Atomen gestattet ist, in die dazu erforderliche Compli-eation einzutreten. Bewusstsein und Wille sind Kraftäusserungender Materien unter bestimmten Constellationen. Die Atome sind
öie gesetzliche und einzig mögliche, oder doch für eine nothwendigeEntwickelungsform und unvermeidlichen Durchgangspunct zur vollendeten»nd verklärten Form der Natur erachten.