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Sohne lehrte, selbe sich hiebei auf das nicäische und constan-tinopolitanische Concilium stützte, so wie diese auf den klarenSchrifttext, indem Christus selber sagt, »dass Er Seinen Jüngernnach Seiner Himmelfahrt den Geist vom Vater senden wird,welcher von diesem ausgeht.“ — Da nun die abendländischeKirche die Beschlüsse dieser Synoden eben so anerkennt als diemorgenländische, so ist nicht abzusehen, warum erstere später dasFilioque interpolirte und hicmit nicht nur den Unterschied desprimitiven und sccundairen Ausganges des Geistes wieder aufhob,sondern hiemit selbst dem SchriftbegrifTe des Sohnes als des Ge-salbten oder vom Vater mit Geist Erfüllten so gut als widersprach,weil man doch nicht sagen kann, dass dieser Geist, den der Sohnvom Vater empfängt, im Sohne wie im Vater urständet. — Er-wägt man nun, dass selbst zwischen der eigentlichen Vorstellungdes Athanasius von den drei Hypostasen und der späteren Er-klärung derselben noch ein Unterschied ist, so kann man nur derBehutsamkeit der morgenländischen Kirche seinen Beifall geben,Welche sich nicht für befugt hielt, dem bestimmten Schrifttextee men späteren theologischen Begriff unterzulegen und letzteremgleiche Autorität mit jenem zu vindiciren*).
Ueber den Begriff der Erlösung und der Wiederaufrichtungdes von Gott abgefallenen, hiemit weder von Gott noch von SeinerKatur los, wohl aber gegen beide unfrei gewordenen Menschen**)
*) Man hat zwar der morgenländischen Kirche die Einwendung ge-macht, dass ihr Begriff vom Urstande des Geistes im Vater bloss auf denMenschensohn als Crcalur, nicht aber auf das ewige Wort anwendbarsei, — wogegen zu bemerken ist, dass letzteres nur als der ewige Vor-salz gedacht wird, den der Vater sich als Ilerz setzt, und ihn sofort mit‘einem Geist erfüllt, so dass also auch hier der Urständ des Geistes imtter statt findet. '
**) Die Schrift sagt, dass nur der Sohn und der an der Sohnschaftteilnehmende im Ilause Gottes frei ist, nicht aber der Knecht und noch«ünder der in diesem Hause Gefangene. So wie die Schrift lehrt, dassinnere Gottesleere den Menschen goltschwer macht, als nicht vor GottStehen könnend, weil des inneren Trägers und Emporhaltcrs (des Worts)er «iang e |nd (B). — Das Wort ist nach Paulus der Trüget- (Emporhalter)t, 'l er Dinge, weil es als Offenbarer der Urheber aller Dinge ist. InBaader’* Werke, X. Bd. 8