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2 (1854) Die Lehre vom Gebrauche der Artillerie : zweiter Haupt-Abschnitt der allgemeinen Artilleriewissenschaft / bearbeitet durch F.W. Scheuerlein
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welche entweder der fortifikatorisch begründeten Widerstandsfä-higkeit der Festung gegen den förmlichen Angriff, oder der inihrer Ausrüstung und Besatzung gegebenen Kraft ankleben.

Hieraus ergeben sich folgende Prinzipien für die allgemeineAnordnung des Widerstandes gegen den förmlich!» Angriff»deren Giltigkeit für den Gebrauch der Festungsartillerie einernähern Erläuterung nicht bedarf:

39.Ist die Widerstandsfähigkeit der Werke gegen die Bresche-regung und den Einbruch durch die Breschen in das Jn-nere der Festung unbefriedigend, - ist noch außerdem dieWiderstandsfähigkeit der Infanterie gegen den Sturmals ungenügend in Rechnung zu ziehen, so muß dasFerngefecht der Festung, als der entscheidendere Theildes Widerstandes, mit aller aufzubietenden Kraft undZähigkeit geführt und durch Ausfälle, besonders kleineregegen den näher gerückten Angriff, unterstützt werden."

40.Ist das Ferngefecht der Festung entweder wegen derfehlerhaften oder schwachen Konstruktion der Werke, oderwegen der mangelhaften Ausrüstung mit Geschütz rc.,oder aus beiden Gründen unbefriedigend, so muß, soviel es die Kräfte der Besatzungstruppen irgend gestat-ten, der Belagerer durch offensive Reaktion der Besatzungferngehalten und an der Eröffnung des förmlichen An-griffs gegen die Festung gehindert werden."

Die Vertheidigung von Colberg 1807 gibt ein eben soglänzendes als lehrreiches Beispiel für die Ausführung einesauf diesen Grundsatz gestützten Widerstandes. Welche Mitwir-kung die Artillerie der Festung bei dieser Art des Widerstandeszu leisten im Stande ist, läßt das Studium der erwähnten undähnlicher Vertheidigungen erkennen. Ein Vergleich dieser Bei-spiele mit andern, wie z. B. mit der Vertheidigung von Man-tua 1796, Magdeburg und der Mehrzahl preußischer Festungenl806 und 1807 ist besonders geeignet, auf den Gebrauch der