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2 (1854) Die Lehre vom Gebrauche der Artillerie : zweiter Haupt-Abschnitt der allgemeinen Artilleriewissenschaft / bearbeitet durch F.W. Scheuerlein
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433
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Hieraus ergibt sich zunächst in Bezug aus die Geschütz-verstärkung :

55.Sobald der Bau der ersten Angriffsstellung mit Be-stimmtheit erkannt ist, so verstärkt der Vertheidiger diedahin gerichteten Wälle zunächst nur mit einem ange-messenen Theile der dazu disponirten Geschütze, um dieerforderliche Kraft zur Verzögerung der feindlichen Ar-beit zu gewinnen und erst wenn die Absicht des Belage-rers zweifellos erkannt wird, was sich gewöhnlich mitAnbruch des Tages aus der über Nacht erfolgten Ar-beit schließen läßt, wird die volle Geschützverstärkungentwickelt."

Der Zweck der Geschützverstärkung ist nunmehr, die Voll-endung der begonnenen Arbeit des Feindes zu hindern, be-sonders aber den Bau und die Armirung seiner Batterieen,deren Lage man ziemlich genau wissen kann, vorzugsweise derRikoschettbatterieen, als der gefährlichsten, zu erschweren undso die Eröffnung ihres Feuers nach Möglichkeit hinauszuschie-ben. Das Ziel dieser Geschütze bilden mehr oder minder un-vollkommen gedeckte Arbeiten und Arbciteransammlungen, gegenwelche während der Dunkelheit, also mit einer nur ungenügendbestimmbaren Richtung und mit einer der Beobachtung meistentzogenen Wirkung geschossen werden muß.

Hieraus folgt zunächst:

56.Die dazu bestimmten Geschütze geben von Zeit zu Zeitin der Richtung der entdeckten Arbeit, besonders derwichtigsten Batteriebauplätze, Leuchtgeschosse ab."

57.Kartätschschüssc aus mittlern schweren Kanonen, Gra-'naten und Bomben, erstere als Rollschüsse abgegeben,

letztere unter den zulässig geringsten Elevationen, sinddie geeignetsten Mittel, sowohl die feindlichen Arbeiterzu gefährden, als die Deckungen selbst zu durchschlagenund zu beschädigen."

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