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Entfernung der Gest einst heile durch Wasser.
Wenn man sich in einen Granitdistrict versetzt, wo eine bedeutendeZersetzung des Feldspaths vor sich geht, so findet man bald, dass wäh-rend die feinen zersetzten Reste des Feldspaths sich leicht mit dem Wassereines heftigen Regengusses mischen, dagegen die Quarz- und Glimmertheil-chen gewöhnlich längs des Bodens hingeschleppt werden, ausgenom-men da, wo die Neigung beträchtlich ist und das Wasser hinreichendeGeschwindigkeit hat, um sie mechanisch fortzutragen. Während dasVolumen der Quarztheilchen grösser sein kann, so sind sie dagegenöfter runder und werden leichter längs des Bodens fortgedrängt, alsdie Glimmerblättchen, die auch eine grössere specifische Schwere be-sitzen (Quarz 2,6, Glimmer 2,8—3,1). Das milchig aussehende Was-ser, welches den zersetzten Feldspath enthält, wird vorwärts getragen,kleine Ablagerungen finden Statt, wo eine Ausdehnung des Bachbettsein verhältnissmässig ruhiges Wasser zulässt, bis eine hinreichendeRuhe für die allgemeine Ablagerung gefunden wird, während der Quarzoder Glimmer in kleinen Rücken zerstreut oder in Löcher geworfenwird, und dort bleibt, wenn die Kraft des Stromes es zulässt.
Wenn man beobachtet, wie Sand durch einen Bach in eine kleineLache von stehendem Wasser gebracht wird, wo der Sand nicht weitervorwärts getrieben wird, und sich folglich absetzt, so kann man oft sichunterrichten, wie Schutt und Sediment durch Flüsse in ruhigeres oderdoch verhältnissmässig ruhiges Wasser getrieben wird. Man sieht dann,dass kleine deltaförmige Sandhaufen sich ablagern, wo der Bach in dieLache tritt, auf deren fächerförmiger Oberfläche die Kanäle, durch welchedas fliessende Wasser die Sandkörner vorwärts bewegt, sich beständigverändern, a soll in der folgenden Figur 16 eine Lache von ruhigem
Wasser darstellen, in welche ein
Fig. IG.
in
Bach b Sand treibt. Man findethier, dass dieser Sand sich bei canhäuft, und in der Weise in dieLache a fallt, dass ein stumpferSandhaufen hervorgebracht wird,welcher oberflächlich zunimmt, wieman bei den concentrischen Linienc sieht. Wenn man jetzt untersucht,in welcher Weise sich die Sandkörner in vertikaler Richtung angehäufthaben, so findet man, dass sie die Anordnung haben, wie in dem fol-
Fig. 17.
genden Durchschnitt Fig.17, in welchem a dieOberfläche der Lache, dihren Grand, b die Nei-gung des die Sandkör-ner vorwärts bewegen-den Baches und c Schich-