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Vorschule der Geologie : eine Anleitung zur Beobachtung und zum richtigen Verständniss der noch jetzt auf der Erdoberfläche vorgehenden Veränderungen sowie zum Studium der geologischen Erscheinungen überhaupt : nach dem "Geological Observer" des Sir Henry T. de la Beche : mit über 300 in den Text eingedruckten Illustrationen in Holzschnitt / Henry T. de la Beche ; frei mit Zusätzen bearbeitet von Dr. Ernst Dieffenbach
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die an feste Gesteine angrenzen.

ruhen auf einem weissen compacten Kalkstein, der jenem Theile vonJamaica gemein ist. aaaa und L bilden die Grenze von Port Royal

Fig. 158.

Vor dem Erdbeben; NNN die Ansammlung von Sand, die durch dieVorherrschende Brandung und Wirkung des Windes am Schluss desetzten Jahrhunderts zusammengetrieben war, und IIL und II spätereer grösserungen, die durch die Fortdauer derselben Ursache bis unge-rn 1 in dem ersten Viertel des jetzigen Jahrhunderts durch dieselbenrsachen entstanden waren *). Das Nachriicken des lockeren Sandes8c heint in Verbindung mit der durch das Erdbeben hervorgerufenenS r ossen Moereswelle alle während dieses Erdbebens in Port Royal be-erbten Wirkungen hervorgebracht zu haben, indem nirgends einerUe rnden Veränderung in dem relativen Niveau des Meeres und deser kaltenen Theils der Stadt Erwähnung geschieht**). Auf gleiche

) Es giebt Documente, aus denen nachgewiesen "werden kann, mit welcherSchnelligkeit sich der unter dem Namen der Pallisaden bekannte langeSandstreifen verlängerte, so dass er das Festland von Jamaica mit demBoden verband, auf welchem Port Royal gebaut ist. Ans dem Zeugnissv °n Capitün Hals, der Penn und Venables im Jahre 1G55 nach Ja-maica begleitete, geht hervor, dass der Sand der Pallisaden von der Stadtdurch einen schmalen Sandrucken getrennt war, der gerade über deinWasser erschien, eine Anhäufung von 17 Jahren, denn in jener Zeit bil-dete Port Royal eine Insel. Vor dem Erdbeben war die Verbindung voll-s *dndig, wie auf dem Plane dargestellt ist.

1 Grosse Backsteinhäuser waren auf den Sand gebaut, und es wird erwähnt(Uilosophical Transactions 1G94), dass der Boden nachgab, so weit als dieHäuser standen und nicht weiter, wobei ein Theil des Forts und die Pallisa-den am anderen Ende der Häuser stehen blieben. Sir Hans Sloane sagt.i,Da die ganze sandige Landzunge, auf der die Stadt gebaut war, mit Aus-nahme des auf einem Fels gebauten und stehen gebliebenen Forts und derebenfalls aus Sand bestehende und von den Pallisaden und den WerftenAngenommene Raum, der von tiefem Wasser begrenzt waren, bei derErderschütterung ins Meer stürzte, so bedeckte er die Anker der an den"erften liegenden Schiffe; die Unterlage gab nach, der grösste Theil der