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Vorschule der Geologie : eine Anleitung zur Beobachtung und zum richtigen Verständniss der noch jetzt auf der Erdoberfläche vorgehenden Veränderungen sowie zum Studium der geologischen Erscheinungen überhaupt : nach dem "Geological Observer" des Sir Henry T. de la Beche : mit über 300 in den Text eingedruckten Illustrationen in Holzschnitt / Henry T. de la Beche ; frei mit Zusätzen bearbeitet von Dr. Ernst Dieffenbach
Entstehung
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393
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Reste von Säugethiercn etc. in den Wäldern des westl. Euglands. 898

ihren Samen gefunden, und Reste von Meerespfianzen kommen nichtvor*).

Bisweilen werden die Knochen von Vierf flsslern und ihre Fussspn-ren in diesen Wäldern entdeckt und ebenso die Reste von Insecten,Welche wichtig sind, da sie den Beobachter befähigen, die Vertheilungdes thierischen Lebens des Landes, sowie die der Pflanzen der Zeit zuErkennen. So finden sich unter den, anscheinend aus dieser Zeit her-führenden pflanzlichen Ablagerungen an den Ufern des Humber Restedes Hirsches (Cervus elephas) und des Damhirsches (Cenus dama ), und111 dem untermeerischen Walde von Minehead im Somersetshire sind dieKnochen und Geweihe des Hirsches zwischen aufrechten Baumstümpfen,Namentlich Eichen, entdeckt worden, welche sich jetzt unter dem Niveaudes Meeres befinden und von demselben bei der Fluth bedeckt sind. DieBäume sind fest gewurzelt wie bei ihrem Leben. Das Letztere ist be-j onders ein interessanter Umstand, da der Hirsch sich noch wild in demBenachbarten Walde von Exmoor findet, so dass die Niveauveränderungstattgehabt, seitdem derselbe den District bewohnte. In Cornwall kanneine Niveauveränderung, welche Vegetation an der Stelle ihres Wachs-tums versenkte, selbst nach dem Eintritt des Menschen ins westlicheEngland stattgefunden haben, denn in Zinnseifenwerken von CarnonNördlich von Falmouth, in denen Zinnerzgeschiebe unterhalb demPfunde eines Aestuariums gewonnen werden, sind Menschenschädel"NB Hirschknochen zwischen den Bäumen und anderen Pflanzen-re 8ten gefunden worden, welche die Zinnseifen bedecken. Bäume sind zumKheil an der Stelle ihres Wachsthums mit ihren in die Zinnseifen sicherstreckenden Wurzeln 48 Fuss unter der Hochfluthmarke in den Zinn-Se ifen von Pentuan in Cornwall entdeckt worden, unter einer Bedeckungv ° n Fluss- und Deltaablagerungen, die das Aequivalent der Carnonschicht® e 'N können, und nicht sehr verschieden in Tiefe unter demselben Niveau.

e 'ches auch die Zeit gewesen sein mag, in der die Schädel begrabenWurden, i m Falle die Carnonablagerung, in der sie entdeckt wurden,genau gleichzeitig mit dem submarinen Wald ist, den der Bergbau

Nichtin p,

entuan aufgeschlossen hat, so ist doch offenbar, dass, nachdem dieUrsachen, welche die Zinnseifen von Cornwall bildeten, aufgehört hat-te n, das relative Niveau von Meer , und Land in diesem District ein8 °iches war, dass Pflanzen und Bäume, die von denen der jetzigen

An mehreren Orten iBt die Arundo phragmites so häufig, dass die torfigeMasse ganz daraus zu bestehen scheint. Die unteren Schichten entbal-ten Ceratophyllum demersum , Potamogeton pusillum, Najas major und"ymphaea lutea. Mit der Arundo finden sieh auch Sürpus palustris und"ippuris vulgaris. In den unteren Schichten sind auch Samen, besondersv °n Menyanthes trifoliata häufig. Der Grund unter dem Torf enthält Süss-*assermuscheln: Paludina impura, Lam., Planorbis imbricatus, Cyclostomaacut am und Limneus vulgaris.

la Beche, Geologie. 25 *