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Vorschule der Geologie : eine Anleitung zur Beobachtung und zum richtigen Verständniss der noch jetzt auf der Erdoberfläche vorgehenden Veränderungen sowie zum Studium der geologischen Erscheinungen überhaupt : nach dem "Geological Observer" des Sir Henry T. de la Beche : mit über 300 in den Text eingedruckten Illustrationen in Holzschnitt / Henry T. de la Beche ; frei mit Zusätzen bearbeitet von Dr. Ernst Dieffenbach
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392
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392 Localitäten gesunkener Wälder.

von aller Art sein können, und auch einige von den Schichten // imHangenden nach dem Lande zu dargestellt.

Wenn man einen von den zahlreichen Orten studirt, wo diese

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Wälder Vorkommen, so ist es wünschenswert!!, dass dies mit Rücksiclüauf die Localität und ihren Zusammenhang mit einem grösseren Flä'chenraum, mit der Art des Wachsthums der Bäume und die Verbrei'tung anderer mit ihnen vermischter Pflanzenreste, in Bezug auf ihr®Uebereinstimmung oder ihren Unterschied von anderen Pflanzen diejetzt in der Nachbarschaft gefunden werden, geschieht; ferner mitRücksicht auf die Thierreste, die mit der Vegetation gemischt sind)und die wahrscheinliche Form des Areals, welches von dem Wald ein'genommen wurde, sowohl seewärts als landwärts. Viele Winkel undEinschnitte in Meeresbuchten, wo Vegetation unter Verschiedenheitendes Niveaus existirt haben kann, so dass mehr festes Land da war, müssenuntersucht werden, sowie sehr geschützte Lagen, die den Verwüstun'gen des Meeres weniger ausgesetzt sind. So liefern ein Theil derKüste von Tiree auf den Hebriden, die Bucht von Skaill, auf denOrkneyinseln, obgleich beide demOcean ausgesetzt sind, die Reste die'ser Wälder ebenso gut wie die Verzweigungen alter Aestuarien » nden Ufern des Canals und des Severn und die Niederungen von Lu 1 'colnshire und Cambridgeshire, die jetzt an den östlichen Küsten durchdie Wash begrenzt sind. Was die fluthlose Ostsee betrifft, so findetsich Eichen- und Tannenstämme (Pinus sylvestris) und andere Bäum emit den Wurzeln in natürlicher Lage, oft mehrere Male über einander)und das Ganze fünf Fuss unter dem Niveau dieses Meeres an verseht®denen Punkten der Küste bei Greifswalde, bei Gnageland an der Südostseite des Haffs, auf der Insel Usedom und in der Nachbarschaft vo11Colberg. Sie sind vom Meere durch Sanddünen von verschiedenerBreite getrennt, unter welche sie sich nicht erstrecken und verschonden dort allmälig. In der vegetabilischen Masse, welche die Bäum®begleitet, werden allein Land-, Sumpf- und Süsswasserpflanzen 101