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Vorschule der Geologie : eine Anleitung zur Beobachtung und zum richtigen Verständniss der noch jetzt auf der Erdoberfläche vorgehenden Veränderungen sowie zum Studium der geologischen Erscheinungen überhaupt : nach dem "Geological Observer" des Sir Henry T. de la Beche : mit über 300 in den Text eingedruckten Illustrationen in Holzschnitt / Henry T. de la Beche ; frei mit Zusätzen bearbeitet von Dr. Ernst Dieffenbach
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und in dem Meere südlich von Irland.

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Sen u nd früheren Verhältnissen, als der jetzige Meeresboden mehr er-hoben war und selbst festes Land bildete, welches England mit demKontinente verband. Ohne eine gehörige Karte*), welche die Be-schaffenheit des Meeresbodens in der Nähe der Britischen Inseln zeigt,lst cs schwer, eine richtige Idee von den daraus abgeleiteten Schlüssen211 geben; aber zur Veranschaulichung eines Theils dieses Grundesbemerkt Austen, dass innerhalb einer Entfernung von dem Gipfel derLittle Sole-Bank, von der sich einige Theile in 50 60 Faden imSüden von Irland und an der Mündung des englischen Canals erheben,nicht so gross ist, als die Spitze des Snowdon von dem Meer, beiFaden Grund gefunden wurde; mit anderen Worten, die Sole-Banke, 'hebt sich von diesem Niveau fast so hoch, und rascher, als die Masse^ es Snowdon von dem Meeresniveau der Caernarvon - Küste an derAIe nai-Strasse **).

j. ßei den Complicationen, welche sich an Küsten, wo eine allmä-'Se Erhebung des Landes über das mittlere Fluthniveau des Oceans^ttgefunden hat, durch die früher erwähnten Unterschiede in derübe .und Fluth, durch das verschiedene Ausgesetztsein gegen die Wir-Un g der Brandung, je nachdem die Küsten zu einer Zeit mehr ge-schützt, zu einer anderen mehr offen sind, durch den Grad der Ver-hüllung der Meeresthätigkeit auf der Oberfläche des Landes durch at-mosphärische Einflüsse, verbunden mit fliessendem Wasser, und fernerUf ch die ungleiche Erhebung des Landes selbst finden können, ist dere °bachter zu grosser Vorsicht bei der Verfolgung einer Küstenlinie r gend einer bestimmten Zeit genöthigt. Dies wird besonders dera sein, wenn, wie es oft sehr wahrscheinlich ist, Oscillationen wäh-^® n d einer Zeit stattgefunden haben, in der die Mollusken benachbartereere dieselben blieben, wie man sie jetzt findet.

I* 1 Skandinavien, wo eine langsame Erhebung des Landes jetzth'ßbr nach Norden als nach Süden stattfindet, und wo Oberflächen-Cfänderungen von geringer geologischer Bedeutung so leicht das die. See von dem Atlantischen Meere trennende Land in Meer, alsoMeer ohne Ebbe und Fluth in einen Theil des Oceans verwan-n könnten, und wo dann eine Fluthwelle den Bothnischen Meer-Uaen hinaufströmen und ihre Wirkungen in derselben Weise hervor-

*) A

**) as ten hat in der erwähnten Abhandlung eine solche mitgctheilt.

^ er grossere Theil des von dem Canal eingenommenen Areals, sagt-t-,würde beim Blosslegen ausgedehnte Sandebenen darstellen,ejn° . e von grossen Zonen von Kies und Sand umgeben sind, und würdesie^ ^ n hche Mischung und Anordnung des Materials darbieten, wie wirWah 6tZt ^ en von ücn Bagshotablagerungen eingenommenen Distrietenlim r . 111611 i 'Während längs der Oeffnung des Canals eine deutliche Con-ek^u.' 0 V ? n ^al und Hügel stattiindet und eine so bedeutende Un-chheit, wie sie der gebirgigste Theil von Wales darbietet.