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Vorschule der Geologie : eine Anleitung zur Beobachtung und zum richtigen Verständniss der noch jetzt auf der Erdoberfläche vorgehenden Veränderungen sowie zum Studium der geologischen Erscheinungen überhaupt : nach dem "Geological Observer" des Sir Henry T. de la Beche : mit über 300 in den Text eingedruckten Illustrationen in Holzschnitt / Henry T. de la Beche ; frei mit Zusätzen bearbeitet von Dr. Ernst Dieffenbach
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Strandlinien an den Ufern aus den Zeiten

her hätte erwarten können. Durch die Untersuchungen von Ramsaywissen wir, dass es während der Ablagerung der sibirischen Gesteinevon Wales und Shropshire eine Zeit gab, wo die älteren Ablagerungen»die jetzt den District der Longmynds bilden, über dem Meere und vonUfern begrenzt waren, während der Theil der silurischen Formationä-reihe, der Caradoc-Sandstein heisst, in ihrer Nähe abgelagert wurde*)-Weiter haben im Malvern-District die Arbeiten von Phillips gezeigt»dass in ungefähr derselben geologischen Zeit ein Theil der Syenite de'Malvernhügel über dem Meere gewesen sein muss, indem eine Strand-ablagerung, in welcher eckige Fragmente der früher vorhandenen Ge-steine Vorkommen, sich am Zuckerhutberg, auf ihrer westlichen Seite»findet**). In beiden Fällen wurden organische Reste mit den Uf® r 'ablagerungen zusammen entdeckt, und F o r b e 8 glaubt, dass die vonihm aus dem Longmynd-Districte untersuchten einen Küstencharaktefhaben ***). Dieses sind nicht gerade die ältesten Strand- und Littoral'ablagerungen in den Britischen Inseln, da, wo Conglomerate sich unterden Schichten der Cambrischeu Gesteine bei Bangor im westliche"Wales finden, diese ebenfalls die Ufer von noch älterem Lande g e 'bildet haben können, welches das Material für diese Conglomeratelieferte.

Auch in der aufsteigenden Reihe von Versteinerungen führend® 11Gesteinen, deren Materialien in auf einander folgenden geologische 11Zeiten geliefert wurden, ist an manchen Orten bei sorgfältiger Unte rsuchung ein ähnlicher Beweis zu erhalten. Nehmen wir die jiing ereGrauwacke (old red sandstone ), wie sie sich in England zeigt, so deute"manche Theile auf einen Littoralursprung, während andere Tlieile "" feinen Theil der Ablagerungen ausmachen, die nach einander urd erdem Wasser eines Meeres gebildet wurden, wie z. B. in Devonsh' re 'Dies lässt sich schliessen aus der Art des Vorkommens der jiing erC ®Grauwacke (old red) in einigen Theilen von Irland, Nord-Wales ""Schottland, wo Geschiebe von verschiedener, oft bedeutender Grö s8eum Massen von älteren Gesteinen gelagert sind und vielen Buchtun 0des älteren Landes folgen, um welches sie aufgoschüttet wurden. Th®von dem älteren Lande der Zeit haben bisweilen einen insularenrakter, wie z. B. in der Grafschaft Kildare in Irland, wo der Höh e "^zug, der nach einem Berge der Stuhl von Kildare (Chair ofgenannt ist, sich über das Meer jener Zeit erhoben zu haben sch 01wo seine Gesteine Materialien für die Geschiebe an seinen Ufern ' ieten und das Ganze später beinahe oder ganz von der unter dem N" 1 "des Bergkalks bekannten Kalkablagerung bedeckt wurde, durch <1 et

*) Journal of (he Geological Society of London. Vol. IV., p. 294 .

**) Memoirs of the Geological Survey of Great Britain. Vol. II., p-

***) Journal of the Geological Society of London. Vol. IV., p. 297 .