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Vorschule der Geologie : eine Anleitung zur Beobachtung und zum richtigen Verständniss der noch jetzt auf der Erdoberfläche vorgehenden Veränderungen sowie zum Studium der geologischen Erscheinungen überhaupt : nach dem "Geological Observer" des Sir Henry T. de la Beche : mit über 300 in den Text eingedruckten Illustrationen in Holzschnitt / Henry T. de la Beche ; frei mit Zusätzen bearbeitet von Dr. Ernst Dieffenbach
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430
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430 Wirkungen auf Küsten, Flüsse u. Seen, durch Erhebung des Landes.

in diesem Durchschnitt a die Oberfläche des Meeres ist, nach einer Bf'hebuhg des benachbarten Landes, so dass ein Meeresboden be in deD

Fig. 187.

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Bereich der Thätigkeit der Brandung h gebracht wird, unter welche 1 'sein Abhang sich früher bildete, so wird dann diese Thätigkeit leichtden nicht fest gewordenen Schlamm oder Sand entfernen und ebensodie Thierreste, welche darin während ihrer Anhäufung begraben oderdie getödtet wurden, als die Erhebung stattfand. Wenn die Erhebungdes Landes fortdauert, so wird die unterliegende Sedimentschicht dg «ntetwa darin enthaltenen organischen Resten gleichfalls derselben Th»'tigkeit unterworfen, so dass an offenen Meeresküsten mit starker Br» n 'düng grosse Flächen des Meeresbodens entfernt und ihre Materiahe 11anderswo an Localitäten angehäuft werden, wo sie Ruhe finden. B»es unter solchen Verhältnissen Tiefen giebt, wo durch die von de»Wellen bewirkte Beunruhigung nach oben eine blosse Scheidung d 0fMaterialien dieses Bodens stattfindet, so muss der Beobachter beachte»'dass dann eine Mischung der harten Reste der in dem älteren Meere*'boden begrabenen Thiere mit denen von solchen stattfinden kann,che die Meere derzeit bewohnen, so dass, wenn eine Veränderung 111den lebendigen Wesen des Areals durch die Veränderungen desNive»» 9während des Zwischenraums der Bildung des beiderseitigen MeeresbO'dens stattgefunden hat, die organischen Reste von beiden vermi jC ^werden können, besonders wenn es auf eine ruhige Weise geschiehtso, dass die ganzen Muscheln oder anderen Reste der älteren Ablagerungen nicht verletzt werden.

Bei einer solchen Erhebung des Landes könnten, wenn sie in B 0zug auf ein bestimmtes Areal, in welchem ein Süsswassersee li e S^horizontal wäre, die die Ablagerungen in ihm afficirenden Verhältnis* 8

ziemlich dieselben bleiben, ausgenommen in solchen Fällen, wo ein

siel 1

in ein benachbartes Meer entleerender Fluss so in Bezug auf sein 00Ausfluss verändert würde, dass er, statt einer mässigen Geschwindkeit, eine beträchtliche erlangt, die Oberfläche des Sees selbst <l ur .das Einschneiden eines neuen Canals erniedrigt und dadurch 0,11Gleichgewicht seines Falls mit dem relativ neuen Meeresniveau b etgestellt wird. Unter solchen Verhältnissen würde das Areal 1111

© Jgl*

das Volumen der dann blossgelegten Süsswasserablagerungen vonSeichtigkeit des Sees abhängen. Blicken wir auf ausgedehnte B ftn ^striche mit i^een, wie die in Nordamerika, und beachten wir die W»* 11