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Vorschule der Geologie : eine Anleitung zur Beobachtung und zum richtigen Verständniss der noch jetzt auf der Erdoberfläche vorgehenden Veränderungen sowie zum Studium der geologischen Erscheinungen überhaupt : nach dem "Geological Observer" des Sir Henry T. de la Beche : mit über 300 in den Text eingedruckten Illustrationen in Holzschnitt / Henry T. de la Beche ; frei mit Zusätzen bearbeitet von Dr. Ernst Dieffenbach
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Erhebung von Land über einen weiten Flächenraum. 431

s cheinlichkeit einer ungleichen Erhebung des Landes, so dass ein Theil®ehr als der andere gehoben wird, so begreift sich leicht, dass dasWasser der grossen Seen so entfernt werden kann, dass ein grosserTheil ihrer alten Ablagerungen als festes Land blossgelegt wird, wäh-r ®nd Ablagerungen in den noch unter dem Wasser befindlichen Theilenhrer Becken fortdauern können. In grossen Seen, wo die Thätigkeit'kr Brandung merkliche Wirkungen hervorbringt, würde dieselbe Ten-denz zur Entfernung des lockeren Bodens, die so unter ihren EinflussSehracht sind, stattfinden, wie an den Meeresküsten, wobei Kalkabla-gerungen natürlich im Verhältniss zu ihrer Härte Widerstand leisten.

Wenden wir uns jetzt zu der Erhebung von Land über einen wei-Flächenraum, so dass die Verbindungen zwischen Binnenmeeren| lll d dem Oceane aufgehoben werden, so können grosse geologische Ver-änderungen wicht nur in den lebendigen Wesen des vom Land umschlos-oder sieh in das Land hineinziehenden Wassers, sondern auch in den, er hältnissen des festen Landes selbst stattfinden. Wie wir gesehen haben,'ät die Verdunstung in dem Mittelländischen Meere so viel grösser als derwasserzufluss, den es durch die Dardanellen aus dem Schwarzen Meere' lrul durch die in dasselbe fliessenden Flüsse erhält, dass, wenn eine Er-

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8 des Landes stattfände, wodurch die Meerenge von Gibraltar ge-jj 088en würde, eine Veränderung, welche der Geognost nach seinen^otersuchungen keineswegs für sehr bedeutsam halten kann, dieses( j^ eer 8 * c h dem Zufluss des Wassers anpasst, so dass die eine dem an-rei > das Gleichgewicht hält. Das Resultat würde eine bedeutende^ slegung des jetzigen seichten Meeresbodens des MittelländischenfluT* 158 Un< ^ 6 * ne ^Wcauveränderung sein, durch welche der Aus-®Wöme eine grössere Geschwindigkeit erlangt, die auchneu etl rornun £ durch die Dardanellen mitgetheilt würde, nebst einerü a8g ^lb'^' Us Ski c hung des Niveaus in dem Schwarzen Meere und der instreckt 6 ^' essen( k u Flüsse, welche sich bis<-in das Asowsche Meer er-

gj es grossen Flüsse, welche sich in das Mittelländische Meer er-C°C\ WÜrd en, noch lange nachdem eine Unterbrechung der freienSef'u . ntUcat '°n mit dem Ocean an der Meerenge von Gibraltar statt-r nent . en ihre jetzigen Wirkungen fortsetzen und eine Masse von Sedi-be n 111 < i ass elbe führen, wie jetzt, und Pflanzen und Thierreste begra-dig ^ enn 'ü 0 für die Verdunstung des Wassers uöthige Ausglei-ert >ledr^ a8 ^* veau 'i® 8 Mittelländischen Meeres hinreichend (450 Fuss)Uen i'htte, so würden durch eine Barre, die zwischen fcsici-

4i e jj,. 1 'i er Küste von Afrika durchgeht, zwei Becken entstehen, undke n ^. Utu i v >ng der Dardanellen würde festes Land bieten, wenn das Bin-de« y * ZU ^2 Fuss stattgefunden hätte, so dass entweder der AusflussW>n ^^ a8ser s über ein felsiges Flussbett geschähe, oder die Entfernunga88e in den Dardanellen und dem Bosporus würde eine freie