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Vorschule der Geologie : eine Anleitung zur Beobachtung und zum richtigen Verständniss der noch jetzt auf der Erdoberfläche vorgehenden Veränderungen sowie zum Studium der geologischen Erscheinungen überhaupt : nach dem "Geological Observer" des Sir Henry T. de la Beche : mit über 300 in den Text eingedruckten Illustrationen in Holzschnitt / Henry T. de la Beche ; frei mit Zusätzen bearbeitet von Dr. Ernst Dieffenbach
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432 Ungleiche Erhebung des Landes

Verbindung mit dem Schwarzen Meere herbeiführen, welches zu einemsolchen Grade erniedrigt wäre, dass die bedeutendsten Veränderungenan seinen Küsten hervorgebracht und sein Areal wesentlich verringertsein würde.

So würden durch die blosse Erhebung von Land über einen miissi'gen Flächenraum, der Spanien und das gegenüberliegende Afrika um'fasst, sehr modiücirende Wirkungen über einen weiten Raum von Landund Wasser die Folge sein. Ein Blick auf die Karten der Welt zeighwie leicht andere wichtige Modificationen grosser Flächenräume du*' 0 ' 1verhältnissmässig locale Landerhebungen stattfinden würden, wie z.durch das Abschlüssen der Ostsee oder des Rothen Meeres, wobei <h eerstere wie jetzt einen Ausweg für die einströmenden Wasser fände, l0 'dem der Zufluss grösser ist als die Verdunstung, während das Geg eI1 "tiieil in dem letzteren stattfände, da es durch Küsten begrenzt ist, ^' ,eso wenig Flusswasser liefern, so dass eine grössere Fläche wie d**Todte Meer (mit einem Niveau von 1312 engl. Fuss unter dem d e>Mittelländischen) sich darbieten würde, indem alle seichten Theile d eSRothen Meeres blossgelegt würden und solche Ausdehnung der SaO^welien stattfände, wie sie die neuen Verhältnisse erlauben.

Es wird keine Schwierigkeit haben, solche Verhältnisse bis zu ein elvollständigen Entfernung des Wassers zu verfolgen, so dass sichStrecken von Wüstensand bilden. Die erhaltenen Resultate sind d* enothwendigen Folgen eines unzureichenden Zuflusses von Wasser 21,1,1Ersatz der Verdunstung, so dass, während sich in Centralasien die K eättvon Gewässern finden, welche einst ein so grosses Areal in

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Welttheile bedeckten, wie früher (Seite 72 und 102) erwähnt "' ur '

in der Sahara und den anderen grossen afrikanischen Wüsten g 8 '

Strecken mit losem Seebodeu überstreut sind, der von denumhergetrieben wird.

Alle solche Oberflächenveränderungen mit den verschiedenendificationen durch die ungleiche Erhebung beträchtlicher Landesstre 1und die Umwandlung eines Wasserabzugs in einen anderen, " ,,e

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so leicht durch verhältnissmässig geringe und ungleiche Erhebin'ßvon Theilen des Festlandes hervorgebracht werden, müssen

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achtet werden, wenn man die Wahrscheinlichkeit der Existenz scLandes in einem besonderen Theile der ^Erdoberfläche in irgendgegebenen geologischen Zeit in Betracht zieht. Es ist offenbar,viele complicirte und gemischte Ablagerungen mit Resten von Org ,men des Meeres, Süsswassers und Landes sich ohne die Verseneines grossen Flächenraumes von festem Lande unter das Was 861, ^Oceans bilden können, ein Funkt von keiner geringen Wichtigkeit) ^ e .man die gleichzeitige Verbreitung des pflanzlichen und thierisch 88bens in seiner Vermischung mit den Mineralablagerungen ihrer *erücksiehtigt.