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Aphorismen über die Schützen der Infanterie, ihre Ausbildung und Verwendung / B. v. Baumann
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Um nicht zu oft bei bekannten Dingen länger ver-weilen zu müssen, haben wir in diesen Capiteln dieaphoristische Form der systematischen Darstellungsweisevorgezogen und glaubten diese durch die Absicht, dieserArbeit nur einen geringen Umfang cinzuräumen, ge-rechtfertigt. *

Um Truppen nicht zu Standschützen, sondern zuwirklichen militairisclien Schützen zu bilden, dürfen dieSchiessübungen nicht immer auf demselben Stande, aufbekannte Entfernungen, auf ebenem Terrain , bei gün-stiger Witterung und wenn auch vorzugsweise mitden eigenen doeh nicht immer mit denselben Ge-wehren, also überhaupt nicht unausgesetzt unter Beding-ungen vorgenommen werden, welche ein gleiches Ab-kommen bieten.

Da das persönliche Benehmen des Schützen einenhohen Grad von Gewandtheit erfordert, so müssen dieersten Anleitungen einzeln, dann in Rotten und späterin so kleinen Abtheilungen ertheilt werden, dass jederEinzelne noch so genau überwacht werden kann, um zubeobachten, wie er sich legt, bewegt, aufstellt und in allendabei vorkommenden Lagen des Körpers ladet und feuert.Es muss ihm hierbei völlig zur andern Natur geworden