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Aphorismen über die Schützen der Infanterie, ihre Ausbildung und Verwendung / B. v. Baumann
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9
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grenze; ferner, wenn ein helles, besonders lichtgrünesFeld auf ein dunkles oder graues folgt, wobei das dunkleFeld schmäler erscheint, als es wirklich ist, gleichfallshei weiten, gleichförmigen, besonders gleichfarbigenEbenen, z. B. Wasserspiegel, Schneeflächen, Kornfeldern. s. w. In coupirtem Terrain, wo sich dem Auge vieleZwischenpunkte bieten, aus denen man die zu schätzen-de Linie zusammensetzt, treten ebenfalls häufige Irrungenein. Dass alle blendenden Gegenstände, welche auf dasAuge einwirken, das bei einer erhitzten Atmosphäredurch die erzeugten Wärmeströmungen stattfindendeFlimmern in der Luft, eine ungleiche Beleuchtung, zwi-schen dichten Wolkenschichten herabfallende Streiflich-ter, stark beleuchtete Höhenpunkte in bergigem Terrain,heller Hinter- und dunkler Vordergrund oder umgekehrt,endlich auch Echautfement des Blutes dem Auge einefalsche Disposition geben und es am richtigen Zielenverhindern, ist bekannt.

Wenn man dem Schützen eine so sorgfältige Aus-bildung zu Theil werden lässt, um ihn zu einem mehrselbstständigen Handeln zu befähigen, so hat das eigeneUrtlieil sich dennoch zu jeder Zeit sofort dem Urtheiledes Obern unterzuordnen, wodurch der Truppe jene