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die etwa 5 bis 600 Schritt rückwärts liegenden Anhöhenanordnete. Der Feind, der in dem langen Gefeclitdie Jägerzu respectiren gelernt hatte, wagte es nicht, mit seinenBlankem nachzudrängen und das Feuer hörte ganz auf.
Es war gegen 5 Uhr, als ein Schwarm feindlicherBlanker gegen den vom Leutnant v. Wedelstädt mitder 4. Compagnie des 1. ostpreussiselien Grenadierba-taillons besetzten Theil des vorliegenden isolirten Busch-werks vorging, aber vor einem Kartoffelfelde auf unge-fähr 300 Schritt Entfernung stehen blieb und es be-schoss, natürlich ohne Schaden zu thun. Ungefähr einehalbe Stunde später ging der Feind von Hochkirch ausin 3 Colonnen, jede von 3—4000 Mann, zahlreiche Rei-terei an der Tete, auf derLöbauer Strasse und gegen denPitschenberg vor. Eine 4. Colonne zeigte sich auf dergeraden Strasse von Bautzen nach Görlitz. Währenddie Colonne auf der Löbauer Strasse langsam weiterrückte, beschossen 2 Batterien von den links gelegenenHöhen aus die Aufstellung der preussisclien Avantgarde,welches Feuer die Batterie Vahrenkampf nach Kräftenerwiderte. Drei der feindlichen Colonnen in zwei Treffenmit vorgezogenen Blankem und 2 Geschützen schrittenjetzt, das vom Leutnant v. Wedelstädt besetzte Busch-