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geniale und witzige Polemik durchsäuert, und vor wienach ihm hat kaum irgend ein anderer Philosophso, wie er, in alle Gebiete selbst des profanen Wis-sens jene tiefe Grundwahrheit einzuführen verstan-den, welche in den Worten liegt: 'Er Xniavw doinävxeg ol S'rjGavQol xfß öocplag xcä xrjg yvwöscogtmoy.Qvifot. Man wird sich kaum täuschen, wennman die Behauptung ausspricht, dass es gerade diestief christliche Element war, welches neben anderengeringeren Mitursachen unseren Baader bei seinenZeit- und Standesgenossen nicht jene Beachtung fin-den liess, der er vor Allen so würdig war. Hätteein solcher Mann Pantheist sein wollen oder können,er hätte die Welt {xd ir xm y.6o i um) mit sich fort-gerissen.
Soll nun Baader mit irgend einem unserer un-sterblichen Geister, namentlich aus den letzten zweiJahrhunderten, verglichen werden, so kann kaumirgend einer genannt werden, dem man ihn ver-wandter erachten muss, als Johann Georg Hamann,der 1788 starb, als Baader kaum das dreiundzwan-zigste Lebensjahr erreicht hatte. Zwar machen sichhier bei Beiden, wie überall, auch Unterschiede, undzum Theil sehr erhebliche, geltend. Denn währendBaader seiner ganzen geistigen Erscheinung nachdurchaus als eine rein intuitive und positiv specu-lative Natur bezeichnet werden muss, so erscheintJohann Georg Hamann trotz der ernsten Tiefe seinesinnigen, namentlich christlichen Gefühles doch vor-wiegend als ein ausgezeichnet historisch - kritischesTalent, das sich nur durch den Umfang und die