XXXVIII
durch irgend ein tieferes Interesse zu der Forderungberechtigt hält, Proben des schriftlichen Tagebucheszur Vergleichung mit dessen Abdruck vorzulegen.
Hat nun aber durch dies Alles die Behandlungdes Baaderischen Textes, wie wir glauben , die ge-nügende Besprechung gefunden, so möge es demHerausgeber schliesslich noch gestattet sein, rück-sichtlich der von ihm beigefügten Anmerkungen einekurze Beachtung in Anspruch zu nehmen. Hat erdoch Alles aufgeboten, was in seinen Kräften stund,das Baaderische Tagebuch möglichst fruchtbringendund genussreich zu machen, selbst aber neben demInhalt der vorliegenden Mittheilungen völlig zu ver-schwinden.
Es wollte anfänglich dem Herausgeber als dasPassendste erscheinen, dem Baaderischen Tagebuchkeine einzige Anmerkung beizugeben. Für den Ken-ner, glaubte er, sei es an sich schon unnöthig; derblosse Leser werde aber ohnedies des Belehrendenund Anziehenden so viel darin finden, dass er wei-tere Erläuterungen nicht einmal vermissen werde.Sehr bald aber sah sich der Herausgeber veranlasst,anderer Meinung zu Averden. Das Baaderische Tage-buch ist nämlich so reich an Beziehungen auf diephilosophische GegenAvart Avie auf die philosophischeGeschichte des achtzehnten Jahrhunderts, so reichan literarischen Excerpten und Reminiscenzen undan bedeutungsvollen Aeusserungen für die EntAvick-lungsgeschichte des Baaderischen Geistes, dass es beieinem vollständigen Ueberblick der Sachlage ein in-teressantes Dokument der deutschen Philosophie in