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Die Armee in der Bewegung : I. Innere Anordnungen, [II. Hindernisse der Bewegung] : mit 8 Tafeln und Plänen / [Josef Gallina]
Entstehung
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Einleitung.

Die wichtigste Handlung im Kriege ist die Schlacht. Sie kannnur dann statthaben, wenn nach Auffindung des Gegners die im Räumemehr oder weniger ausgebreiteten Theile der Armee vorerst gesammeltsind. Wenn die Entscheidung gefallen, kann der Sieg nur durch dieVerfolgung des Feindes seine Vollständigkeit erlangen. Die Wirkungeneiner Niederlage endlich lassen sich wieder nur durch geschickten Rück-zug abschwächen. All’ diese Thätigkeiten bedingen eine Bewegung,die dem Kampfe entweder unmittelbar vorhergehen oder nachfol-gen muss.

Die Operationen eines ganzen Feldzuges, in ihrer Gesammtheitbetrachtet, stellen sich mithin als eine auf die Vernichtung des Gegnersabzielende Reihenfolge von Bewegungen mit zahlreichen Combinationendar, während welcher Gefechte und Schlachten die entscheidenden Halt-und Wendemomente bilden. Be weglichkeit und Mauövrirfähig-keit sind daher die wesentlichsten Bedingungen zum Siege.

Die gegenwärtig in allen Staaten Europa’s mögliche hohe An-spannung der Kräfte zur Aufstellung zahlreicher Heere hat einen Zu-stand herbeigeführt, welcher das Streben nach rascher Entscheidungder Kriege zur Nothwendigkeit macht. Mehr als je kann daher ebenjetzt ein Uebergewicht und die daraus resultirende Gewalt nur durchzweckmässige, auf Beweglichkeit abzielende Heeresorganisation unddurch entschlossene und sichere Führung gewonnen werden.

Die Raschheit in der Ausführung der Bewegungen nach den Ab-sichten der obersten Leitung ist aber nur dann möglich, wenn unterallen Umständen bei der Armee die Ordnung gewahrt bleibt, undwenn die Unterbefehlshaber jenes Verständniss vom Kriege und jenesmilitärisch richtigeUrtheil besitzen, welches sie befähigt, einerseits die

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