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Die Armee in der Bewegung : I. Innere Anordnungen, [II. Hindernisse der Bewegung] : mit 8 Tafeln und Plänen / [Josef Gallina]
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Die Armee in der Bewegung.

von der Armeeleitung ausgehenden Dispositionen in ihrem wahrenSinne aufzufassen, anderseits die Kräfte des Gegners, mit denen sieallenfalls in Contact kommen, richtig zu schätzen und darüber Aus-kunft zu geben.

Der Feldherr muss mit Rücksicht auf sein Ziel den Blick vorzugs-weise nur auf das Ganze richten; ungeachtet der Wichtigkeit kann ersich nicht gleichzeitig auch mit den Detailanordnungen befassen, die zuden inneren Functionen der einzelnen Armeekörper gehören.

So wie im menschlichen Organismus alle äusseren Functionenoder die Bewegungen des Individuums vom Gehirne, den Anlässen ge-mäss, geregelt werden, während alle inneren Functionen: Ernährung,Blutbildung, Athmung u. s. w. demselben auch unbewusst vor sichgehen, ebenso darf das zur Aeusserung einer Gesammtthätigkeit derArmee nothwendige innere Getriebe des Armeeorganismus bei den ein-zelnen Theilen nicht erst des Anstosses von Seite der Heeresleitung be-dürfen.

Obschon die Marschzwecke einer Armee mannigfach sind, bleibtdoch jener der Vorrückung gegen den Feind, mit dem Ziele die Ent-scheidung zu suchen, unter allen Umständen der wichtigste und diedabei nöthigen Bewegungen sind in ihrer Durchführung am schwie-rigsten.

Es werden demnach folgend in gedrängter Kürze nur jene Grund-sätze gegeben, nach denen die Bewegungen einer Armee in einem sol-chen Stadium geleitet werden sollen, und während welchem der höchsteGrad von Kampfbereitschaft herrschen muss, da alle übrigen Combi-nationen für Armeebewegungen sich sodann gleichsam von selbst er-geben oder doch leicht aus diesen Kegeln ableiten lassen.