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Die Armee in der Bewegung.
sehr verspäten, so lässt man selbe entweder einen Rasttag halten,oder man setzt mit Uebergehung bestimmter Divisionen nureinzelne derselben in Marsch, während die andern für den be-treffenden Tag im Bivak bleiben, um die für die Bewegung nöthigenNormalabstände zu gewinnen.
Soll z. B. die Armeecolonne mit der Tete am 6. (s. Taf. EMarschplan Nr. 2) nach Goltsch-Jenikau den Marsch fortsetzen, sokönnte die III. Division von Iglau nach Deutsch-Brod, die V. Divisionvon Hungerleiden nach Iglau abrücken, während die II., IV. und VI.Division dort zu verbleiben hätten, wo sie am 4. und 5. bereits ge-standen.
Am 6. Marscbtage wäre die Reihenfolge der Divisionen von derTete gegen die Queue: I., III., II., V., IV., VI. Division, und die Ent-fernung der Bivakplätze der I. von der VI. Division betrüge 10 7 / S Meilen,mithin um 3 3 / s Meilen mehr als am 4. und 5.
4 .
Zum Uebergange von den Normalabständen zu den verkürztenlässt man die erste Division einen kleinen Tagmarsch von 2 bis SMeileumachen oder bei selber die Bewegung für einen Tag gänzlich ein-stellen, während die übrigen auf die nach Erforderniss verringertenBivakabstände anschliessen.
5 .
Würden die Divisionen mit grossem Train marschiren undin Normalabständen bivakiren, und soll der folgende Tagmarsch inder Gefechtscolonne ausgeführt werden, so geschieht die hiedurchnothwendige Ausscheidung der Traintheile derart, dass diese insolangeauf den Parkplätzen verweilen, bis sämmtliche Divisionen vorüber-gezogen sind, wonach sie sich in einer zu bestimmenden Marschord-nung an der Queue der letzten Division anschliessen. Damit hei solchenGelegenheiten die Divisionen eine zusammenhängende Colonne for-miren können, müssen selbstverständlich die rückwärts bivakirendenDivisionen successive früher als die vorwärtigen zum Abmarsche be-ordert werden.
Es müsste die II. Division um 1, die III. um 2 u. s. f., dieVI. Division um 5 Stunden früher als die I. aufbrechen, um die durchAusscheidung des Trains entstandenen Lücken auszugleichen.
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