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Die Armee in der Bewegung : I. Innere Anordnungen, [II. Hindernisse der Bewegung] : mit 8 Tafeln und Plänen / [Josef Gallina]
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Die Armee in der Bewegung.

Paris, am 30. März 1809.

»Die Oesterreicher haben den Krieg nicht erklärt; zu glauben, dass siewie 1805 angreifen werden, ohne ihren Gesandten abzurufen, scheint Mir unwahr-scheinlich etc.

Ungeachtet dessen ist der Krieg mit Oesterreich, welches längere Zeiteine so grosse Zahl versammelter Truppen nicht ernähren kann, ohne Zweifelnahe bevorstehend. Alles deutet darauf hin, dass seine Armee gegen 15. Aprilzur Eröffnung des Feldzuges bereit sein wird; räthlich ist es mithin, dass auchwir zu dieser Zeit schlagfertig sind, und nach dem bereits Verfügten werdenwir es auch sein.

Am 15. April werden 1500 Pferde der Garde, 16 Geschütze, 6000 MannInfanterie der Garde in Strassburg sein.

Am 1. April wird Davout seine 20 Regimenter Infanterie zwischenNürnberg, Bamberg und Baireuth, und die Division Saint Hilaire sichzwischen Nürnberg und Regensburg vereinigt haben.

Von der bairischen Armee steht eine Division in Straubing, eine in Lands-hut und eine in München.

General Oudinot wird am 1. April mit 18.000 Mann zwischen Augsburgund Donauwörth sein.

Massena hat bei Ulm mehr als 25.Q00 Franzosen versammelt.

Das badische (Kontingent ist in Pforzheim etc.

Massena ist ermächtigt, diese Contingente in dem Momente nach Ulmzu ziehen, als er den Ausbruch der Feindseligkeiten nahe bevorstehend glaubt.Vom 1.—15. April werde Ich 3 Armeecorps haben, welche an der Donau, sei esbei Regensburg, sei es bei Ingolstadt, sei es bei Donauwörth zusammengezogenwerden müssen.

Vor Allem ist Augsburg gegen einen feindlichen Handstreich zu sichern etc.

Alle Brückenköpfe am Lech sind zu verpallisadiren und mit stärkeremals Feldkaliber zu armiren.

Falls die Oesterreicher angreifen, bildet wahrscheinlich Donauwörth dasHauptquartier der Armee.

Dieser Disposition schliesst sich jene wichtige an, die Citadelle vonPassau derart zu armiren und verproviantiren zu lassen, dass sich selbe zweioder drei Monate halten könne.

Ingolstadt ist derart zu befestigen, dass der Donauübergang durch guteBrückenköpfe gesichert ist, um je nachdem es nöthig wird, auf jedem Ufer de-bouchiren zu können.

Ich beabsichtige, Mein Hauptquartier nach Regensburg zu verlegen undMeine ganze Armee zu vereinigen.

Die Lech-Linie mit dem Hauptquartier Donauwörth ist die zu besetzendePosition, falls der Feind Mir zuvorkäme; wenn aber die Oesterreicher sich nichtrühren, haben sich die Generale Oudinot und Saint Hilaire in Regensburgzu vereinigen Von Augsburg bis zu dieser Stadt sind blos 5 gewöhnliche und4 Kriegsmärsche. Wird General Oudinot am 1. April von Augsburg abrückengemacht, so kann er am 10. in Regensburg eintrelfen. Vorausgesetzt, dass GeneralSaint Hilaire am 1. in Nürnberg ankömmt, kann er am 9. in Regensburgsein, woselbst Ich gegen 10. April 30.000 Mann Infanterie und 7 RegimenterCavalerie haben dürfte.

Lannes wird an diesem Tage eintreffen und seine ganze Reserve-Ca-valerie versammeln.

Davout wird sein Hauptquartier nach Nürnberg verlegen; er hat nurBaireuth und die Deboucheen an der Eger an seinem äussersten linken Flügelbesetzt zu halten; sein Hauptquartier wird mithin blos 24 Meilen von Regens-burg entfernt sein.

Die drei Divisionen der bairischen Armee werden sich gleichfalls aufeinen, zwei und drei Tagmärsche von Regensburg befinden.

Massena wird sein Hauptquartier nach Augsburg verlegen und ist da-durch nur vier oder fünf Tagmärsche von Regensburg entfernt.