Beispiel aus dem Feldzüge 1809.
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Das Hauptquartier der Armee in Regensburg wird sich mithin in der-bitte von 200.000 Mann ä cheva! eines grossen Flusses befinden, das rechteOfer der Donau von Regensburg bis Passau beherrschend; dann wird man in®jner schützenden Stellung sein, in welcher die Bewegungen des Feindes keinerleiBesorgnis? einflössen, und noch dazu den Vortheil der Wasserstrasse haben, auf"sicher der Armee alles Notlüge zugeschoben werden kann.
Was könnte der bereits schlagfertige Feind heute schon gegen die Armeeunternehmen? Er könnte von Pilsen über Waldmünchen und Cham auf Regens-'öurg rücken. Von Pilsen nach Regensburg sind nur 5 Tagmärsche. Gesetztniesen Fall, so würde sich die in Straubing befindliche bairische Division aufIngolstadt repliiren; die bairische Division in Landshut würde die nämliche Be-"fegung vollziehen; das Corps Davout würde nach Ingolstadt und Donauwörth•ficken und in diesem Falle müsste das Armee-Hauptquartier nach DonauwörthVe riegt werden.
Ist aber die Armee einmal in obiger Weise um Regensburg dislocirt, was"önnte der Feind unternehmen? Würde er auf Cham rücken? In dem Augen-blicke könnte man alle Kräfte gegen denselben vereinigen, um ihn in den Po-rtionen. die am Regen ausgemittelt sind, aufzuhalten.
Würde er sich gegen Nürnberg wenden? Er würde von Böhmen abge-sc hnitten.
Bei einer Bewegung auf Bamberg würde er gleichfalls Gefahr laufen, vonBöhmen abgeschnitten zu werden.
Entschlösse er sich endlich auf Dresden zu marschiren? dann würde man•h Böhmen eindringen und ihn in Deutschland verfolgen.
Würde er über Tirol operiren, während er gleichzeitig aus Böhmen de-öouchirt? Ohne Zweifel könnte er Innsbruck erreichen; aber die 10 oder 12•Regimenter, welche er daselbst haben könnte, würden nicht bei den Kämpfena " den Deboucheen aus Böhmen mitwirken und seine Truppen, welche in Inns-bruck wären, würden die Niederlage ihrer aus Böhmen hervorbrechenden Armee•mrch unsere Ankunft in Salzburg erfahren.
Würde nun der Feind gegen den äussersten linken und rechten Flügel°Periren, so müsste er immer auf das Centrum treffen, welches für den Rück-den Lech, und Augsburg als festen Platz stets zu seiner Disposition hat.
Die Befestigungsarbeiten beschränken sich mithin auf die Brückenköpfea >ü Lech, auf Augsburg und auf Ingolstadt.
Gegenwärtig befehligt Davout die ganze erste Linie; dieser OberbefehlJKird aber für ihn illusorisch, weil er nicht rechtzeitig in Erfahrung bringenKann, was am Inn vorgeht. Der General-Quartiermeister hat daher den Um-wänden gemäss die allgemeinen Dispositionen zu treffen, so z. B. dass General^üdinot unter Massena’s Befehl gestellt wird.
Die 20 Infanterie-Regimenter bleiben unter Davout’s Commando.
General Oudinot, das Corps von Masse na und Alles was sich auf dem•Achten Donauufer befindet, wird unter Massena’s Befehl stehen etc.“
Die österreichische Armee bewegt sich
vom 10.
a b, obschon in compacter Masse, doch in äusserst kurzen Tagmärschen(siehe D ebersicht am Schlüsse).
Anhaltend schlechte Witterung, welche die Strassen grundlosmac ht, und der Umstand, dass ein grosser Verpfiegstrain mitgeführtWerden muss, um die Armee im Raume möglichst wenig auszudehnen,v erzög ern ü en Marsch in ungewöhnlicher Weise.