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Die Armee in der Bewegung.
erst nach vollständiger Passirung des Truppenechiquiers möglichwird.
Zur Vermeidung, jedes unnöthigen Aufenthaltes ist jedoch zutrachten, den Fluss mittelst so vielen Brücken zu überschreiten als dasEchiquier Armeecolonnen zählt, um jenseits mit der nämlichen Zahlderselben die Bewegung fortzusetzen. Es wird daher grundsätzlich dasAbfallen in eine geringere Zahl von Colonuen und die Vervielfälti-gung derselben jenseits zu vermeiden sein.
Je nach den Entfernungen der Uebergänge unter einander, derdahin führenden Communicationen und deren Fortsetzungen jenseits,wird jedoch bei der Ueberschreitung des Flusses das Echiquier manch-mal eine breitere, oft aber eine schmälere als die ursprünglicheFront einnehmen. Letzteres z. B., falls 2—3 Colonnen an dem näm-lichen Orte, wenn auch über mehrere Brücken, den Fluss passirenmüssen, und sich erst jenseits wieder trennen können. Von manchenColonnen lassen sich allenfalls vorhandene permanente Brücken be-nützen , während wieder andere - oft gegen Punkte dirigirt werdenmüssen, wo sich blos Fähren befinden und wo sonach Brücken erstherzustellen sind.
Die wichtigeren Anordnungen für Flussübergänge,die im Echiquier Verhältnisse stattfinden, sind:
a ) Rechtzeitige Zuweisung, eventuell Vermehrung der Uebergangs-mittel bei jenen Colonnen, welche behufs des Ueberganges ankeine stehende Brücke gewiesen werden können. Der Mehrbedarfan Equipagen bei einer Colonne ist jenen Nebencolonnen zu ent-nehmen, welche über permanente Brücken dirigirt sind.
b ) Einleitung des Ersatzes an Equipagen für jene Colonnen, welchedie ihrigen bis nach Vollendung der halbpermanenten Brückenoder bis nach bewirktem Uebergänge der ganzen Armee amFlusse zurücklassen müssten.
c) Bezeichnung jener Punkte, wo neben den Kriegsbrücken sogleichNoth- oder halbpermanente Brücken herzustellen sind, und Ver-fügungen bezüglich deren Bewachung.
d) Fortificatorische Sicherungsmassregeln an den stabil zu belassen-den Uebergängen.
e) Ernennung eines Stations-, Brücken- oder Brückenkopf-Comman-danten.
II. Massenübergang.
Ist der Fluss, den eine Armee überschreiten soll, zwar vom Feindefrei, kann man aber jenseits auf denselben stossen, bevor es gelingt,