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Die Armee in der Bewegung : I. Innere Anordnungen, [II. Hindernisse der Bewegung] : mit 8 Tafeln und Plänen / [Josef Gallina]
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§. 17. Formationen der Armee bei Flussübergängen etc.

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sämmtliche Streitkräfte dahin zu bringen, oder steht der Gegner be-reits am Flusse, so ist grundsätzlich der Uebergang im Echiquierver-hältnisse, d. h. in mehreren weit getrennten Colonnen, zu vermeiden.Denn bei allenfallsigem Zusammenstosse einer Colonne mit dem Feindejenseits und wenn dann der Fluss hart im Bücken liegt, wird die Ver-sammlung der an verschiedenen und von einander oft weit entferntenStellen debouchirenden Colonnen in dem Maasse schwieriger, als derenTeten noch wenig Terrain gewonnen haben.

Die zur Unterstützung der angegriffenen Armeecolonne herbei-gerufenen Nebencolonnen müssten am jenseitigen Ufer einen leicht zubedrohenden Flankenmarsch bewirken, wobei sie Gefahr liefen, in denFluss geworfen zu werden; ja oft können auch die zu derartigen Seiten-bewegungen nöthigen guten Strassen fehlen. In solchem Falle wäredie Concentrirung der Armee jenseits sehr erschwert und meist seihstunmöglich. Bereits ganz oder zum Theil jenseits debouchirte Colonnenmüssten dann wieder nach diesseits zurückkehren, um zu jener Colonnezu gelangen, die unterstützt werden soll und hätten demnach dreimalden Fluss zu passiren. Dieser Zeitverlust wird um so grösser, je mehrNebencolonnen oder Theile derselben eine solche Brücke benützenmüssen.

Aus all’ diesen Gründen soll der Uebergang der Armee inner-halb einer zur Stärke im Verhältnisse stehenden Flussstrecke statt-finden, während man die übrigen Uebergangsstellen in jener Breite,in welcher die Armee vorgerückt war, mit geringer Zahl von Kräftenbesetzt und festhält.

Dispositionen für Massenübergänge.

Dieselben zerfallen in zwei Hauptmomente, nämlich: in die Vor-bereitungen zum Uebergange und in die Ausführung desselben.

Beide Momente bedingen verschiedene Thätigkeiten, welchetheils gleichzeitig, theils aufeinanderfolgend geschehen müssen.

A. Vorbereitungen.

1. Die Placirung der Batterien zur Säuberung und Freihaltungdes jenseitigen Ufers vom Feinde.

2. Das Abladen der zur Ueberschiffung der Vortruppen nöthigenPontons und des noch übrigen Brückengeräthes, welches zum Brücken-schläge nöthig ist.

3. Das Ueberschiffen der Vortruppen, die Besetzung des jensei-tigen Ufers und eventuell Verstärkung der zu besetzenden Oertlich-keiten durch flüchtige Befestigungen.