§. 17. Formationen der Armee bei Flussübergängen etc.
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Die Verschiebung und Verkürzung der Front gegen den rechtenFlügel mit der Uebergangsstrecke zwischen Königgrätz und Prelaucwäre schon minder vorteilhaft, weil man leicht gegen Olmütz abge-dräugt werden könnte; doch bliebe dabei immer der Rückzug an dieDonau nach Ungarn und in das Innere der Monarchie ausführbar.
Die Concentriruug gegen den linken Flügel aber, mit der Ueber-gangsstrecke zwischen Nimburg und Kolin, könnte ein Abdrängengegen die Moldau zur Folge haben, wo man Gefahr liefe, über die be-schwerlichen südlichen Gebirgsdefilden gegen die obere Donau geworfenzu werden.
Je kürzer aber die für den Uebergang gewählte Flussstrecke ist,desto weniger stehende Brücken werden zu finden sein; geschieht z. B.der Uebergang zwischen Kolin und Prelauc, so sind nur vier stabileBrücken, und zwar je eine bei Kolin, Elbe-Teinitz, Kladrub undPrelauc vorhanden.
Für den blossen Uebergang genügen im Allgemeinen so vieleBrücken, als Armeecolonnen (im vorliegenden Beispiele 5) gegen denFluss anrücken.
Ist diese Anzahl Brücken nicht vorhanden, so muss deren Ergän-zung durch Kriegs- oder Notbrücken geschehen, die schon beim An-langen jener Colonnen, für welche sie bestimmt sind, vollendet seinmüssen, da sonst der Zeitaufenthalt in dem Maasse grösser würde, alsweniger Brücken vorhanden wären. Aber nicht immer wird es möglichsein, die erst zu errichtenden Brücken, selbst wenn die nöthige Anzahlvon Equipagen zur Stelle wäre, mit der erforderlichen Raschheit her-zustellen.
In solchen Fällen muss selbstverständlich dennoch mit demUebergange sogleich begonnen und die Gegend jenseits in guten Stel-lungen besetzt werden. Es sind daher ungesäumt die Einleitungen zutreffen, dass von jenen Colonnen, für welche sich Kriegsbrücken nochnicht lierstellen Hessen, wenigstens ein Theil eine schon vorhandeneBrücke gleichzeitig mit einer Nebencolonne benützen könne.Besonders wird dies dann nothwendig werden, wenn die an und zunächstder Tete der Armeecolonnen eingetheilten Divisionen jenseits desFlusses bestimmte Terrainabschnitte zu besetzen und — wenn auchlangsamer — so doch möglichst gleichzeitig ihren Aufmarsch da-selbst zu bewirken hätten. Anfänglich, d. i. während der ersten 4 bis5 Stunden, welche die Errichtung von Kriegsbrücken erfordert, wirddaher der Uebergang nicht so in Masse stattfinden können, als späternach Vollendung der fehlenden Brücken.
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