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Die Armee in der Bewegung.
Fände man aber nicht die nöthigen Mittel vorbereitet, um sichhinter der Piave halten zu können und wäre man genöthigt, hinterdie Etsch zurücbzugehen, so wäre man in demselben Augenblicke auchgezwungen, eine Garnison nach Venedig zu werfen. Dies hiesse dieArmee um ein Corps von wenigstens 10.000 Mann abschwächen.Wollte man sodann wieder über die Etsch vorrücken um Venedig zudegagiren, so könnte der Feind sich unter Herbeiziehung von dreiViertheilen jener Truppen, die er vor Venedig gelassen, schlagen;der französischen Armee aber würden ihre in Venedig befindlichen10.000 Mann abgehen, dem Feinde dagegen nur 2—3000 Mann.
Man muss daher, falls es zulässig sein sollte, die Piave befesti-gen, um Venedig decken und Verstärkung erhalten zu können.
Damit die Piave ein wirkliches Hinderniss werde, sind 3 Punktezu befestigen: einer auf der grossen Heerstrasse zunächst Conegliano,ein zweiter am Ausgange der Gebirge und ein dritter am Nordrandeder Sümpfe, die sich bis zum Meere ausdehnen. Diese 3 Punkte,welche am linken Ufer liegen und von denen jeder mit einer Brückezu versehen ist, geben der Armee die Möglichkeit, entweder aus derMitte oder von einem der beiden Flügel hervorzubrechen. Wollte nunder Feind versuchen, zwischen Asolo und Conegliano die Piave zu über-schreiten, so befindet sich dort am rechten Ufer, wenn mich mein Ge-dächtniss nicht täuscht, ein Höhenzug, der das linke beherrscht unddiesen Versuch unausführbar macht. Wollte er aber seinen Uebergangzwischen Conegliano und dem südlichen Brückenköpfe bewerkstelli-gen, so muss er befürchten, dass die Armee über Conegliano oder Asoloihm auf den Hals fällt. Macht der Feind zu irgend einer Unterneh-mung eine Detachirung gegen Feltre, so debouchirt die Armee überConegliano und fällt ihm in den Bücken. Sollte man unterhalb Asoloden Fluss mittelst Furten passiren können, so müssten diese selbstver-ständlich unbrauchbar gemacht werden; endlich soll bei den Brücken-köpfen, wenn möglich, das rechte Ufer das beherrschende sein. DieBefestigungen sollen in Erde ausgeführte Fünfecke sein, mit einer ge-mauerten Kedoute.
Die Linie der Etsch ist jedenfalls stärker; sie hat nur den Nach-theil, dass sie Venedig nicht deckt, Bonco oder Arcole müssten aberbefestigt sein und eine dritte Brücke wäre hier zu errichten und zusichern.
Am Mincio ist zwischen Peschiera und Mantua noch Valeggiound Goito zu befestigen, um das Debouchiren zu ermöglichen unddiese 3 Punkte, nämlich Peschiera, Valeggio und Goito, zum Manöv-