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Die Armee in der Bewegung : I. Innere Anordnungen, [II. Hindernisse der Bewegung] : mit 8 Tafeln und Plänen / [Josef Gallina]
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§. 20. Indirecte Flussvertheidigung.

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riren benützen zu können. Diese Linie hat den Vortheil, dass sie sehrkurz ist und dass man selbst Mantua hiebei blokiren könnte.“

Die Fig. 32 gibt das theoretische Bild eines zur offensiven Ver-theidigung hergerichteten Flussabschnittes oder einer Gruppenbefesti-gung bei geradem Flusslaufe.

Der Eeplipunkt des Vertheidigers liegt in der Eichtung von V,jener des Angreifers in F; VF ist somit die kürzeste Strasse, welchediese Eeplipunkte verbindet, oder die geographische Operationslinie.

Der Vertheidiger wird in der Eegel seine Hauptkräfte auf dieserLinie selbst aufstellen, entweder diesseits oder jenseits des Flusses undauf derselben einen Brückenkopf 2 errichten, um sich einerseits dasHervorbrechen, andererseits den Eückzug über den Fluss zu sichern.Ober- und unterhalb von 2 müssen gleichfalls Brückenköpfe 1 und 3errichtet werden, die aber höchstens 2 bis 3 deutsche Meilen von 2abstehen sollen und stets beide Ufer umfassen müssen, um auf beidendie Offensive des Vertheidigers zu ermöglichen.

Die Brückenköpfe dürfen nicht zu weit auseinander liegen, ummit thunlichst kurzen Bewegungen das Ufer wechseln zu können. Istdie Entfernung zu gering, so bleibt die Freiheit in der AngriffsrichtungC oder D, Fig. 33, gegen des Feindes Flanken oder Eücken mehr oderweniger eingeschränkt, weil man wegen der zu kurzen taktischen BasisAB, beim Angriffe die Front immer noch nahezu parallel mit demFlusslaufe halten, oder in entgegengesetztem Falle seinen Eückzugdahin Preis geben müsste. Bei Wahl der zu befestigenden Punkte istvorzugsweise auf jene Eücksicht zu nehmen, welche dem Gegner diemeisten Vortheile für den Uebergang darbieten; auch soll die Haupt-Verbindungslinie thunlichst von der Mitte des Abschnittes abgehen.

Um an der Etsch und mit Verona im Centrum einen günstigenManövrirabschnitt herzurichten, müsste sich unterhalb Verona beiEonco oder Bonavigo ein Brückenkopf befinden. Denn steht ein west-licher Gegner vor Verona und hat er bereits seine Angriffsarbeiten be-gonnen, oder steht er in einer guten Gegenstellung, so wird es sehrschwer, aus der angegriffenen Front des Centralplatzes auf denselbenhervorzubrechen, weil er sich verschanzt haben wird. Wirksam wird einAngriff auf des Feindes rechte Flanke sein, welcher, wenn er gelingt,denselben nach Tirol oder gegen den Gardasee wirft. Eine Umgehungüber Legnago, welches 5 Meilen südlich von Verona liegt, würde aufzu grossem Umwege ausholen. Die Armee hätte 10 Meilen zu machen,um nur an den Feind zu kommen. Jede Ueberraschung wäre somitganz unmöglich.

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