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Die Armee in der Bewegung.
dass die vom Angreifer errichteten Kriegsbrücken durch Stockun-gen, namentlich beim Fuhrwerk, durch Hochwässer, schwimmendeZerstörungsmittel etc. leicht unpassirbar werden können, und schondadurch das Schicksal der bereits über den Fluss gelangten feindlichenTruppen entschieden ist; welcher Umstand auch den Entschlos-sensten stets bedenklich machen wird. Der kühnste der Feldherrnwar von banger Besorgniss erfüllt, als er während der Schlacht vonAspern erfuhr, dass seine Donaubrücke Schaden genommen undwenigstens auf mehre Stunden nicht zu passiren sei.
Da immerhin Verhältnisse eintreten können, in denen derVer-theidiger unter erschwerenden Umständen, uämlich in Gegenwart desFeindes, vom jenseitigen Ufer auf das diesseitige debouchiren muss,so sollen die Befestigungen auf beiden Ufern der betreffenden Ueber-gangspunkte liegen.
Nur an Strömen, wo der Feind mit den gewöhnlichen Kriegs-brücken den Flussübergang nicht zu bewerkstelligen vermag, oder woihn überhaupt die Beschaffenheit des Flusses oder Mangel an Coin-municationen zu directem Angriffe des befestigten Flussabschnitteszwingt, werden halbe Brückenköpfe genügen.
Auch im Gebirge wird man sich nur selten mit halbenBrückenköpfen eine Manövrirlinie sichern können, wie dies aus fol-gender Betrachtung hervorgeht.
1. Zieht blos auf einer Seite des Flusses eine Strasse a b (Fig. 34)und liegt der ßückzugspunkt des Vertheidigers gegen li hin, so sindselbstverständlich an dem im Thale strömenden Hauptwasser keineBefestigungen erforderlich. Nur bei jenen Funkten, wo die Strasse abgrössere Gewässer, die aus Seitenthälern T und T‘ kommen, mittelstBrücken übersetzt, wird die Anlage kleiner Brückenköpfe 1, 3 gegendie feindliche Seite F hin nothwendig. Dieselben muss der von F kom-mende Feind einen nach dem andern forciren, daher sie, jeder für sich,selbstständige, von einander unabhängige Vertheidigungsabschnittebilden.
2. Kann der Feind auch von F‘ auf der Commuuication de durchein Seitenthal in das Hauptthal gelangen, so genügt der halbe Brücken-kopf 2, um ihm den Uebergang über das Thalwasser von dieser Seiteher streitig zu machen.
Nimmt man nun den Fall an, dass der Feind gleichzeitig von Fund F‘ das Hauptthal gewinnen will, wie dies im Gebirgskriege häufiggeschieht, so wird die Vertheidigung der beiden Brückenköpfe 2 und 3