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Die Armee in der Bewegung : I. Innere Anordnungen, [II. Hindernisse der Bewegung] : mit 8 Tafeln und Plänen / [Josef Gallina]
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§. 20. Indirecte Plus svertheidiguiig.

I!)7

durch die Dauer des Widerstandes jedes einzelnen bedingt. Denn derVerlust eines dieser Punkte zwingt den Vertheidiger den andern auf-zugeben, weil dieser sodann im Rücken bedroht werden kann.

Diese Abhängigkeit der beiden Brückenköpfe von einander lässtsich nur dadurch gänzlich aufheben, wenn man sie (2, 3) als doppelteherstellt.

Nimmt man endlich an, dass der Feind auch die beiden Seiten-thäler T und T‘ benützen könnte, um in das Hauptthal und in denRücken der Brückenköpfe 1, 3 zu gelangen, so müsste 1 gleichfallsdoppelt sein.

3. Wird ein Thal von einer einzigen Strasse durchzogen, so kanndiese, nach Fig. 35, mehrmals das Ufer wechseln und auch über dieaus Seitenthälern (T) kommenden Gewässer setzen.

Stehen dann dem Feinde keine Seitencommunicationen (T) zurVerfügung, so genügen einfache Brückenköpfe 1, 2, 3. Ist dies aberder Fall, so müssen jene Brückenköpfe, die der Feind umgehen undin der Kehle fassen kann, doppelte sein.

Nach Fig. 35 müsste daher der Brückenkopf 1 beide Ufer um-fassen, sobald der Feind von F‘ in das Hauptthal zu gelangen vermag.

4. Ziehen in einem Thale zu beiden Seiten des Thalwassers Ver-bindungswege (Fig. 36), so dürfen an jenen Uebergangspunkten (a und h),über welche Transversalstrassen (Brücken) führen, und welche dieVerbindung der beiden Ufer im Thalboden vermitteln, falls man selbebefestigen will, nur doppelte Brückenköpfe angelegt werden. Denn woes dem Feinde frei steht, auf beliebigem Ufer im Thale vorzurücken,ergibt sich für den Vertheidiger die Nothwendigkeit, dem Angriffe baldauf dem einen, bald auf dem andern Ufer zu begegnen. Hat manan einem bedeutenden Thalwasser, zu dessen Ueberschreitung derBrückenschlag nothwendig ist, 2 bis 3 der wichtigsten Uebergangs-punkte auf 2 bis 3 Meilen Abstand an beiden Ufern befestigt, so ver-schafft man sich im Thale selbst eine Manövrirlinie. Diese zwingt denFeind, den ihm zunächst gelegenen Brückenkopf und successive dieübrigen zu nehmen, bevor er im Thale weiter Vordringen darf.

Ist der Feind nicht sehr überlegen, so wird er auch meistens ge-nöthigt sein, zum Angriffe eines solchen Brückenkopfes blos auf einerThalseite vorzudringen, daher auch vorerst blos mit dem Angriffe aufeine Hälfte des Brückenkopfes sich zu befassen, weshalb dieser nievollkommen isolirt werden kann. Wollte er aber einen solchen Brücken-kopf auf beiden Ufern zugleich angreifen, so wäre seine Truppen-