§. 23. Weichland.
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längs der ganzen Route eine mit hinreichend vielen Stationen ver-sehene Telegraphenleitung angebracht wird.
§• 23.
W eichland.
Im Weichlandsgebiete von grosser Ausdehnung treten ähnlicheVerhältnisse wie im Gebirge ein.
Da durch selbes wenig Strassen führen und die Ausbreitung,Unterkunft und Verpflegung schwierig ist, so kann es für starke Ar-meen gleichfalls nur als Durchzugsgebiet in Betracht kommen und esmüssen, wie im Gebirge, die Routen sorgfältig recognoscirt werden.
§•24.
Steppen.
Die Steppengebiete, welche sich durch gänzlichen Mangel anfestem Gestein, durch Baumlosigkeit, durch äusserst geringe Mengean Trinkwasser, durch spärlich vorkommende Wohnplätze, daher durchRessourcenlosigkeit kennzeichnen, bedingen besondere Vorkehrungen.
Die meisten Ausrüstungsvorräthe, deren Abgang sich in Cultur-ländern leicht an Ort und Stelle decken lässt, müssen in grossemUmfange mitgeführt werden.
Die Bewegung ist in trockener Jahreszeit (April bis September)wohl nach jeder Richtung hin möglich. Bei dem gänzlichen Mangelan Strassen mit fester Grundlage jedoch, stellen sich bei anhaltenderNässe auf dem humusreichen, zähen Steppenboden dem Fortkommenvon Armeefuhrwerk nahezu unüberwindliche Schwierigkeiten ent-gegen.
Will die Truppe ihr Geschütz nicht zurücklassen, so ist sie biszum Eintreten der trockenen Witterung, wo der Boden wieder festwird, zu einem Aufenthalte genöthigt.
In dem russisch-türkischen Kriege 1769—1774 hatten die Türkeneiserne Kanonen, deren Räder aus vollen Scheiben bestanden, da solcheim weichen Boden besser fortkommen als Speichenräder.
Die flache Steppe lässt jeden Niederschlag durch, und in Folgedessen sind die verhältnissmässig äusserst wenigen Wohnplätze nurlängs den Wasserläufen angelegt.
Operationen lassen sich daher blos den Flüssen entlang einleitenund zwar nur mit schwachen Armeetheilen, deren Stärke 30- bis40.000 Mann nicht übersteigt.